Eishockey

Roosters arbeiten sich auf den zwölften Platz vor

Sebastian Dahm, der schon beim 4:2 gegen Bremerhaven (Szene) stark hielt, war gestern der große Rückhalt.

Sebastian Dahm, der schon beim 4:2 gegen Bremerhaven (Szene) stark hielt, war gestern der große Rückhalt.

Foto: Michael May

Bremerhaven.   Die Iserlohn Roosters feiern in der DEL ihr erstes Sechs-Punkte-Wochenende. Dadurch haben sie den letzten Platz verlassen.

Die Iserlohn Roosters sind nicht mehr im Besitz der Roten Laterne! Dank des gestrigen Auswärtssieges in Bremerhaven und des ersten Sechs-Punkte-Wochenendes in dieser Saison haben sie sich vom letzten Platz auf Rang zwölf vorgearbeitet.


Fischtown Pinguins Bremerhaven - Iserlohn Roosters 2:3 (0:0, 0:3, 2:0). Ein glänzender Sebastian Dahm im Tor, der in dieser Form jegliche Torhüterdiskussion vergessen lässt, sowie zwei Unterzahltreffer binnen 42 Sekunden in der Schlussminute des Mitteldrittels ebneten den Weg zum Auswärtserfolg, nachdem das Bartman-Team zuletzt sieben Auswärtsniederlagen in Folge kassierte hatte. Allerdings musste nach 3:0-Führung noch mächtig gezittert werden.

Das lag auch daran, weil die Gäste zu viele Strafzeiten kassierten. Die sprach der im Drei-Mann-System leitende Unparteiische Schrader (Kollege Schütz saß am verschneiten Flughafen München fest) in der Regel zu Recht aus, weil sich die Sauerländer häufig ungeschickt anstellten. Im ersten Drittel, das arm an Torszenen verlief, hielten sich die Iserlohner in Unterzahl schadlos, einmal sogar mit zwei Spielern weniger. Denn die Defensive arbeitete zuverlässig, und die Norddeutschen wirkten nach zuletzt vier Niederlagen nicht sonderlich selbstbewusst.

Shorthander durch Friedrich und Matsumoto

Im zweiten Abschnitt stand der IEC gleich zu Beginn erneut in Unterzahl unter Druck, löste aber diese knifflige Aufgabe und besaß dann die dickeren Chancen. Die beste bot sich Jake Weidner, der von der Strafbank kommend allein auf Pöpperle zusteuerte. Doch mit einem Hechtsprung rettete der Schlussmann mit seiner Kelle (26.). Wenig später verpasste Lean Bergmann die Führung. Für die war schließlich Travis Turnbull zuständig. Denn nachdem Pöpperle zunächst ein Eigentor vereitelt hatte, landete die Scheibe bei Kevin Schmidt, dessen Schuss lenkte Turnbull unhaltbar zur Führung ab (30.).

Dann hatte Marko Friedrich die Riesenchance zum 2:0, er scheiterte aber mit seinem Solo am Schlussmann (34.). Doch bei seinem nächsten Alleingang bewies der Stürmer endlich Kaltschnäuzigkeit. Denn als die Hausherren versuchten, sich nach einer Bankstrafe im Iserlohner Drittel festzusetzen, überlief Friedrich die Norddeutschen und traf mit einem Heber 47 Sekunden vor der zweiten Pause. Doch das war noch nicht alles bis zur Sirene. Zunächst rettete Dahm zweimal stark. Dann überlief Jon Matsumoto seine Gegenspieler und verwandelte eiskalt zur 3:0-Führung - sein 19. Tor und der nächste „Shorthander“ nur 42 Sekunden nach dem 2:0. Der Auswärtssieg nahm nach diesem furiosen Finish des zweiten Drittels Konturen an. Was sollte noch schiefgehen?

Pinguins treffen schon 14 Sekunden nach Wiederbeginn

Doch die Waldstädter brachten sich selbst in die Bredouille. Denn schon 14 Sekunden nach Drittelstart traf Urbas mit seinem 18. Saisontor, der IEC hatte gerade eine Strafe überstanden. Bremerhaven erhöhte nun den Druck und hatte Pech bei Rumbles Pfostenschuss, aber auch Glück. dass weder Bergmann noch Anthony Camara ihre Chancen nutzten. Eine 5:3-Überzahl ermöglichte den Hausherren dann jedoch den Anschlusstreffer durch Nehrung (47.). Jetzt wurde es ganz eng. Glück hatten die Iserlohner, als Verlic abgezogen hatte. Doch Dahm lenkte die Scheibe mit einen Reflex an die Latte. Das Match blieb auf des Messers Schneide mit Chancen hüben wie drüben. Aber die Iserlohn machten das geschickt und konnten sich weiter auf ihren Schlussmann verlassen, der das Lob allerdings an seiner Vorderleute weitergab. Bei „Magenta Sport“ zeigte er sich spürbar erleichtert: „Das war ein supertolles Auswärtsspiel. Wir haben gut verteidigt und auf unsere Chancen gewartet.“

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