Trainerfrage offen

Absteiger Nürnberg richtet Blick nach vorne

Die Mannschaft von Nürnberger verabschiedet sich als Absteiger von den Fans.

Die Mannschaft von Nürnberger verabschiedet sich als Absteiger von den Fans.

Foto: dpa

Freiburg  Das 1:5 gegen den SC Freiburg war ein miserabler Abschied für den 1. FC Nürnberg. Doch mit der deftigen Klatsche im letzten Bundesliga-Spiel für mindestens ein Jahr wollte sich zumindest der Kapitän nicht lange beschäftigen. Sein Motto: Nach vorne schauen.

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Der Kapitän des 1. FC Nürnberg sparte sich die Kritik und blickte lieber nach vorne.

Klar, der Abstieg als Tabellenletzter, nach einem 1:5 beim SC Freiburg zum Abschied aus der Fußball-Bundesliga und einem miserablen Auftritt am 34. Spieltag hatten auch Hanno Behrens nicht gefallen. Aber der 29-Jährige verzichtete auf Kollegenschelte und schaute schon vor dem Saisonabschlussessen in Richtung 2. Liga. "Die Saison ist vorbei. Jetzt geht es in den Urlaub, da müssen wir die Köpfe etwas freikriegen. In vier Wochen starten wir dann wieder", sagte er.

Schon bald ist auch klar, mit welchem Trainer. Als Favorit für die Mission Wiederaufstieg gilt weiter der Österreicher Damir Canadi, der zuletzt zwei Jahre mit überschaubarem Budget bei Atromitos Athen erfolgreich gearbeitet hat. Zuletzt kursierte auch der Name Daniel Meyer vom Zweitligisten FC Erzgebirge Aue. Als Sportdirektor wird Peter Hermann gehandelt. Der 67-Jährige feierte als Assistenztrainer des FC Bayern München die Meisterschaft und war 2008/2009 in Nürnberg Co-Trainer von Michael Oenning.

Noch vor Bekanntgabe des Nachfolgers von Boris Schommers verbreitete Behrens im Freiburger Schwarzwald-Stadion Zuversicht. "Wenn man diese Saison nimmt, dann waren es keine guten Zeiten. Davor hatten wir ein sehr gutes Jahr. Jetzt versuchen wir, nächste Saison wieder ein sehr gutes Jahr zu haben", sagte er. "Ich glaube, dass wir eine gute Mannschaft zusammenkriegen und die Fans dann wieder mehr feiern lassen können."

Dass Behrens auch nach dem Abstieg weiter für den Club spielt, davon geht er selbst aus. "Ich habe noch zwei Jahre Vertrag, ich fühle mich hier wohl. Es müsste schon etwas Außergewöhnliches passieren, dass ich mir ernsthaft Gedanken mache, wegzugehen", betonte er. Angeblich hat der Hamburger SV Interesse an ihm. "Im Fußball will ich nichts versprechen, man weiß nie, was kommt, ob private Gründe dazu kommen. Aber jeder weiß, wie wohl ich mich hier fühle. Von daher müssen wir über mich hier nicht groß reden."

Ansonsten aber gibt es rund um den nun neunmaligen deutschen Meister und neunmaligen Bundesliga-Absteiger noch einige Fragezeichen. Wo Eduard Löwen, der zum 1:5 traf, kommende Saison spielt, ist offen. Für ihn soll sich Eintracht Frankfurt interessieren. Auch Stürmer Mikael Ishak wartet noch auf Signale der Vereinsführung, ob er seinen bis 2020 laufenden Vertrag erfüllen soll. Außenverteidiger Tim Leibold wird mit dem VfB Stuttgart in Verbindung gebracht, mit Patrick Erras beschäftigt sich Gerüchten zufolge Newcastle United.

Sicher ist: Trainer Schommers verabschiedet sich in der kommenden Woche endgültig von den Mitarbeitern und packt seine Sachen. Der 40-Jährige wollte als Cheftrainer bleiben; ein Angebot von Sportvorstand Robert Palikuca für die zweite Reihe schlug der Rheinländer aus. Wie es für ihn weiter geht, "damit beschäftige ich mich ab Montag", sagte er.

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