Jahreshauptversammlung

FC Bayern: Hoeneß schimpft nach Abschied über „Krakeeler“

Sah seinen Abschied als Bayern-Präsident "beschädigt": Uli Hoeneß auf der Pressekonferenz nach der Jahreshauptversammlung.

Sah seinen Abschied als Bayern-Präsident "beschädigt": Uli Hoeneß auf der Pressekonferenz nach der Jahreshauptversammlung.

Foto: Getty Images

München.  Uli Hoeneß erlebte einen emotionalen Abschied als Präsident des FC Bayern. Über einige Wortmeldungen war er allerdings verärgert.

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Am Ende eines „wunderschönen Abends“ mischte sich doch noch ein Wermutstropfen in den sonst so süßen Abschiedstrunk von Uli Hoeneß. „Ich habe mich heute so sauwohl gefühlt - und dann fangen diese Wortmeldungen an“, sagte der langjährige Patron von Bayern München nach seinem Abschied als Präsident bei der Jahreshauptversammlung. 20, 30 „Krakeeler“ hätten sein emotionales Servus „unter dem Deckmantel der Demokratie und freien Meinungsäußerung beschädigt“, schimpfte er auf der Pressekonferenz nach dem Veranstaltungsende um halb eins.

Bayern-Anhänger kritisieren Hoeneß

„Ich war kurz davor, auf die Bühne zu gehen“, führte Hoeneß weiter aus. Doch anders als bei seiner legendären Wutrede 2007, als er kritische Fans scharf attackiert hatte („Scheiß Stimmung!“), konnte sich der neue Ehrenpräsident des deutschen Rekordmeisters diesmal bremsen. Den Nörglern „rufe ich zu: Geht doch nach Hause! Es ist keiner gezwungen, Mitglied beim FC Bayern zu sein“, ergänzte der 67-Jährige. Ein paar wenige Anhänger hatten die Verantwortlichen - auch Hoeneß - zuvor kritisiert.

Ansonsten habe er aber einen großartigen Abschied gehabt, meinte Hoeneß. „Ich muss das alles noch verarbeiten, das war schon eine sehr emotionale Sache. Ich war nicht vorbereitet auf das ganze Ausmaß an Empathie“, sagte er: „An den Abend werde ich noch lange denken.“

Hainer ist jetzt Bayern-Präsident

Zu seiner Zukunft sagte Hoeneß, der dem Verein unter dem neuen Präsidenten Herbert Hainer als Aufsichtsratsmitglied erhalten bleibt, er müsse sich jetzt „neu orientieren“. Auswärtsspiele seiner Bayern werde er nicht mehr besuchen, außerdem will er sich „nirgendwo aufdrängen“. Wenn sein Rat gewünscht sei, werde er da sein, er wolle aber nicht jede Woche ans Klubgelände an der Säbener Straße fahren „und schauen, ob die Möbel noch da sind“. (sid)

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