Montagsspiel

Später Wolfsburger Ausgleich: Frankfurt verpasst den Sieg

Wolfsburgs Daniel Ginczek (r) und Frankfurts David Abraham kämpfen um den Ball.

Wolfsburgs Daniel Ginczek (r) und Frankfurts David Abraham kämpfen um den Ball.

Foto: dpa

Wolfsburg  Lange müssen die Zuschauer in Wolfsburg auf Tore warten. In einem munteren Spiel fallen dann aber doch noch zwei Treffer. Die Partie beginnt kurios.

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Eintracht Frankfurt hat vier Tage nach der Europa-League-Sternstunde gegen Benfica Lissabon Big Points im Kampf um die Champions-League-Teilnahme verpasst. Beim 1:1 (0:0) beim VfL Wolfsburg am Ostermontag festigten die Hessen aber immerhin ein wenig Platz vier.

Nach Jonathan de Guzmans Führung (78.) gelang Wolfsburgs John Anthony Brooks (90. Minute) verdientermaßen noch der Ausgleich.

Mit 53 Punkten hat die von Trainer Adi Hütter trainierte Eintracht nun zwei Zähler Vorsprung auf den Tabellenfünften Borussia Mönchengladbach. Frankfurt hatte indes auch Glück und konnte sich bei seinem starken Keeper Kevin Trapp bedanken, dass Wolfsburg nicht in Führung gegangen war. Die ebenfalls noch um die Europapokal-Plätze kämpfenden Niedersachsen vergaben zahlreiche Torchancen. Das Team von Trainer Bruno Labbadia bleibt mit vier Punkten Rückstand auf Rang sechs Tabellen-Neunter.

"Jetzt überwiegt natürlich die Enttäuschung, weil wir das Gegentor so spät bekommen haben", sagte Trapp nach dem Spiel bei Eurosport. Nach dem Einzug ins Halbfinale der Europa League sei seine Mannschaft "natürlich auch müde" gewesen. Das erkannte auch Wolfsburgs Maximilian Arnold. "Ich glaube, Frankfurt war ziemlich kaputt." Es sei "ziemlich schade, dass wir nur unentschieden gespielt haben."

Torschütze de Guzman sprach mit Blick auf die Frankfurter Königsklassen-Chance von einem "schweren Ritt". Er stellte fest: "Wir haben noch vier Endspiele."

Die von Hütter zum "Schlüsselspiel" ausgerufene Partie lief gerade einmal ein paar Sekunden, da musste Schiedsrichter Marco Fritz sie schon wieder unterbrechen. Aus Protest gegen Begegnungen am Montag hatten Frankfurter Fans bunte Kügelchen auf den Platz geworfen. Nach knapp drei Minuten ging es weiter, viele der insgesamt 26.012 Zuschauer schwiegen zunächst.

Wout Weghorst ließ es zum ersten Mal ein wenig lauter werden und hätte fast für Torjubel gesorgt. Frankfurts Abwehrchef Makoto Hasebe rettete beim Schuss des Niederländers jedoch für seinen bereits geschlagenen Keeper Trapp (10.). Beide Mannschaften suchten den Weg nach vorne, leisteten sich jedoch in der Anfangsphase viele technische Ungenauigkeiten. Frankfurt lief die Niedersachsen früh an, setzte Wolfsburg damit zeitweise unter Druck, konnte sich aber zunächst keine klaren Torchancen erspielen. Bei den Gästen wurde Offensiv-Ass Ante Rebic bis zur 69. Minute geschont, zudem fehlte Gelson Fernandes gesperrt.

Wolfsburg war die gefährlichere Mannschaft. Trapp wehrte einen Schuss von Admir Mehmedi zur Ecke ab (34.) und verhinderte gegen Weghorst ganz stark den Rückstand (36.). Auf der Gegenseite verfehlte Rebic-Ersatz Gonçalo Paciência (34.) zunächst das Tor und scheiterte fünf Minuten vor der Pause mit einem Kopfball an VfL-Torwart Pavao Pervan, der für den verletzten Koen Casteels spielte.

Im fünftletzten Ligaspiel für Labbadia beim VfL hatten die Gastgeber wie schon in der ersten Hälfte auch im zweiten Durchgang die erste gute Chance. Nach einer Ecke landete ein Kopfball von Robin Knoche jedoch an der Latte (57.), sieben Minuten später traf Arnold aus der Distanz den Pfosten. Gut möglich, dass Wolfsburg schon in dieser Woche Labbadias Nachfolger bekanntgibt. Als Favorit auf den Job gilt Oliver Glasner vom Linzer ASK.

Der VfL drängte auf die Führung, doch die Eintracht traf. Ein abgefälschter Ball sprang dem kurz zuvor eingewechselten de Guzman vor die Füße und der 31-Jährige schoss unbedrängt ein. Kurz vor Schluss sorgte Brooks dann freistehend für den Ausgleich.

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