Bundesliga

Stuttgart steigt ab - Bremen rettet sich kurz vor Schluss

Lagen sich nach Pizarros Treffer in den Armen: Werder-Trainer Viktor Skripnik (r.) und Torsten Frings.

Lagen sich nach Pizarros Treffer in den Armen: Werder-Trainer Viktor Skripnik (r.) und Torsten Frings.

Foto: firo

Berlin.   Im direkten Duell um die Abstiegsrelegation hat Werder Bremen sich gegen Eintracht Frankfurt die Klasse gesichert. Der letzte Spieltag im Überblick.

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Der VfB Stuttgart ist erstmals seit 41 Jahren wieder aus der Fußball-Bundesliga abgestiegen. Die Schwaben verloren am 34. Spieltag mit 1:3 beim VfL Wolfsburg und müssen wie Hannover 96 in die 2. Liga. Auch Eintracht Frankfurt droht noch der Absturz - die Hessen unterlagen nach dramatischer Schlussphase bei Werder Bremen mit 0:1 und müssen in die Relegation. Die Hanseaten schafften hingegen den direkten Klassenverbleib. Der FSV Mainz 05 startet nach dem Remis gegen Berlin in der Gruppenphase der Europa League. Hertha BSC muss durch das 0:0 in Mainz in die Qualifikation zum zweitklassigen Europapokal.

Der FC Bayern München feierte die 26. Meisterschaft standesgemäß mit einem 3:1 über Hannover 96, Robert Lewandowski krönte sich mit 30 Treffern zum Torschützenkönig.

VfL Wolfsburg - VfB Stuttgart 3:1 (2:0)

Lange Zeit war den Stuttgartern die Brisanz der Lage nicht anzumerken. Nach einem leidenschaftslosen Auftritt lag das Team von Trainer Jürgen Kramny durch die Gegentreffer von Maximilian Arnold (11.) und André Schürrle (29.) hinten. Erst nach dem Freistoßtor des zukünftigen Wolfsburgers Daniel Didavi (78.) kam noch einmal kurz Hoffnung für die Schwaben auf. Der zweite Abstieg der Vereinsgeschichte war jedoch spätestens durch den Bremer Siegtreffer gegen Frankfurt und das 3:1 von Wolfsburgs Schürrle in der Nachspielzeit nicht mehr zu verhindern.

Werder Bremen - Eintracht Frankfurt 1:0 (0:0)

Papy Djilobodji ist der gefeierte Held von Werder Bremen. In der 87. Minute stocherte der senegalesische Verteidiger den Ball über die Linie und sicherte den Hanseaten als Tabellen-13. den Klassenverbleib. Nach dem Schlusspfiff rannten alle Ersatzspieler, Trainer und Betreuer auf den Spielfeld. Auch die Fans stürmten den Platz, kletterten auf die Tore, rissen sich Teile aus dem Rasen und jubelten mit ihren Siegern.

Die Eintracht muss nach dem ernüchternden Saisonfinale als Tabellen-16. in die Relegation und spielt am 19. und 23. Mai gegen den Zweitliga-Dritten 1. FC Nürnberg.

FC Bayern München - Hannover 96 3:1 (2:0)

Beim letzten Auftritt von Trainer Pep Guardiola vor heimischem Publikum schossen sich die Bayern schon einmal für das Pokalfinale gegen Borussia Dortmund in einer Woche warm. Lewandowski traf aus zwölf Metern (12.) und knackte damit als erster Bundesliga-Profi seit Dieter Müller vor 39 Jahren die Marke von 30 Saisontoren. Bevor die Münchner die Schale zum historischen vierten Mal hintereinander erhielten, erzielte Mario Götze (28./54.) seinen ersten Doppelpack für die Bayern seit 15 Monaten. Artur Sobiech (66.) markierte nur noch den Ehrentreffer für den Absteiger.

FSV Mainz 05 - Hertha BSC 0:0

Zum Abschied von Manager Christian Heidel erreichten die Mainzer erstmals direkt die Gruppenphase der Europa League. Bei den lange besseren Herthanern musste Niklas Stark in der 88. Minute mit Gelb-Rot vom Platz, nach dem Absturz der vergangenen Wochen muss der Hauptstadtclub schon Ende Juli wieder in der Europa-League-Qualifikation ran.

FC Augsburg - Hamburger SV 1:3 (1:1)

Im womöglich letzten Spiel von Weinzierl als FCA-Trainer verabschiedeten die Augsburger den Coach mit einer Niederlage. Durch das 1:3 fielen die Schwaben im Mittelfeld der Tabelle noch hinter Hamburg zurück. Nach der Augsburger Führung durch Alfred Finnbogason (11. Minute) drehten Michael Gregoritsch (36./75.) und Nicolai Müller (62.) die Partie.

Bayer 04 Leverkusen - FC Ingolstadt 3:2 (2:1)

Trotz eines ordentlichen Auftritts konnten die Ingolstädter ihrem Trainer Ralph Hasenhüttl vor dem Wechsel zu RB Leipzig kein erfolgreiches Ende seiner Amtszeit bescheren. Matthew Leckie (16.) brachte den Aufsteiger zwar in Führung, Charles Aranguiz (31.), Kevin Kampl (37.) und Stefan Kießling (62.) sicherten dem Champions-League-Starter aus Leverkusen aber den vierten Heimsieg in Serie. Moritz Hartmann (69.) erzielte per Foulelfmeter nur noch den Ingolstädter Anschluss.(dpa)

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