2. Bundesliga

Der SC Paderborn mischt das Aufstiegsrennen auf

20.04.2019, Schleswig-Holstein, Kiel: Fußball: 2. Bundesliga, Holstein Kiel - SC Paderborn 07, 30. Spieltag. Die Paderborner Spieler bejubeln ihren 2:1-Sieg in Kiel. Links steht Kiels Trainer Tim Walter. Foto: Frank Molter/dpa - WICHTIGER HINWEIS: Gemäß den Vorgaben der DFL Deutsche Fußball Liga bzw. des DFB Deutscher Fußball-Bund ist es untersagt, in dem Stadion und/oder vom Spiel angefertigte Fotoaufnahmen in Form von Sequenzbildern und/oder videoähnlichen Fotostrecken zu verwerten bzw. verwerten zu lassen. +++ dpa-Bildfunk +++

20.04.2019, Schleswig-Holstein, Kiel: Fußball: 2. Bundesliga, Holstein Kiel - SC Paderborn 07, 30. Spieltag. Die Paderborner Spieler bejubeln ihren 2:1-Sieg in Kiel. Links steht Kiels Trainer Tim Walter. Foto: Frank Molter/dpa - WICHTIGER HINWEIS: Gemäß den Vorgaben der DFL Deutsche Fußball Liga bzw. des DFB Deutscher Fußball-Bund ist es untersagt, in dem Stadion und/oder vom Spiel angefertigte Fotoaufnahmen in Form von Sequenzbildern und/oder videoähnlichen Fotostrecken zu verwerten bzw. verwerten zu lassen. +++ dpa-Bildfunk +++

Foto: Frank Molter / dpa

Kiel  Durch einen 2:1-Erfolg in Kiel überholt Paderborn Union Berlin - und bringt nun sogar den HSV in Bedrängnis. Die Ostwestfalen machen ernst.

Beim 1. FC Köln wusste man nicht so recht, ob man sich über die Patzer der Konkurrenz freuen soll oder doch bedauert, dass nach den Zweitliga-Ergebnisse vom Samstag der direkte Aufstieg am Sonntag bei Dynamo Dresden (13 Uhr/Sky) nicht vorzeitig besiegelt werden könnte. Während sowohl Verfolger Hamburger SV (1:1 bei Erzgebirge Aue), als auch Union Berlin (1:1 in Fürth) am Wochenende nicht über ein Remis hinauskamen, gelang dem SC Paderborn ein 2:1-Auswärtserfolg beim Tabellennachbarn Holstein Kiel. Damit schoben sich die Ostwestfalen an Union vorbei in der Tabelle auf den Relegationsrang drei und liegen nur noch zwei Zähler hinter dem seit Wochen kriselnden HSV. Das Aufstiegsrennen gewinnt vor dem Saisonfinale noch einmal an Spannung.

Dass sie einen langen Atem haben, bewiesen der Paderborner eindrucksvoll bei ihrer schwierigen Aufgabe bei den „Störchen“. Kiel geriet zwar durch den 22-jährigen Japaner Masaya Okugawa kurz nach der Pause in Führung (47.), doch Kai Präger (57.) und Christopher Antwi-Adjei (82.) brachten den SCP dank sehenswerter Treffer anschließend doch noch auf die Siegerstrecke. „Jetzt gilt es, dranzubleiben“, lautet die Kampfansage von Mittelfeldspieler Philipp Klement.

Bereits im Jahr 2014 gelang dem SCP unter Trainer André Breitenreiter der Sprung ins Oberhaus, blieb dort jedoch nur eine Spielzeit. Der heutige Duisburger Moritz Stoppelkamp verewigte sich mit einem 83-Meter-Tor gegen Hannover 96 in die Geschichtsbücher der Bundesliga, danach ging es jedoch steil bergab: Nach dem Abstieg aus der ersten folgte unmittelbar das Durchrutschen in die 3. Liga. Nur durch den Lizenzentzug des TSV 1860 wurde Paderborn nicht in die Regionalliga durchgereicht. Sensationell stieg Paderborn im vergangenen Jahr in die 2. Liga auf und könnte nun für das nächste Märchen sorgen.

Direktes Duell gegen den HSV

Das Team von Trainer Steffen Baumgart stellt die zweitbeste Offensive der Liga und hat noch ein interessantes Restprogramm vor der Brust. Am kommenden Spieltag reist der Fast-Schreck der Bayern, der 1. FC Heidenheim, in die Benteler Arena, anschließend folgt das Derby gegen Arminia Bielefeld. Das Saisonfinale steigt für die Paderborner in Dresden, doch das wichtigste Spiel wartet am vorletzten Spieltag auf den SC: Ein Duell gegen den HSV, das bei aktueller Konstellation schon darüber entscheiden kann, welche Mannschaft direkt aufsteigt, in die Relegation müsste oder womöglich sogar noch von der Konkurrenz eingeholt wird.

Wie auch schon beim Spitzenspiel in Köln am vergangenen Montag (1:1), war es das 20-jährige Offensivtalent Manuel Wintzheimer, das den Hamburgern noch einen Punkt beim Abstiegskandidaten Aue rettete. Nur drei Punkte holte die Mannschaft von Trainer Hannes Wolf in den letzten fünf Ligapartien: Während Paderborn zum Ende noch einmal ernst macht, schmilzt beim eigentlichen Favoriten von der Elbe nicht nur das Punktepolster, sondern auch das Selbstbewusstsein. Im Halbfinale des DFB-Pokals wartet mit RB Leipzig am kommenden Dienstag (20.45 Uhr/ ARD und Sky) ein echter Brocken auf die „Rothosen“, die ausgerechnet auf den letzten Metern noch einmal Nerven zeigen.

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