Ehemaliger DFB-Sportdirektor

Robin Dutt kritisiert Schnelllebigkeit im Fußball

Bochums Trainer Robin Dutt kritisiert die Schnelllebigkeit im Fußball.

Bochums Trainer Robin Dutt kritisiert die Schnelllebigkeit im Fußball.

Foto: dpa

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BochumDer ehemalige DFB-Sportdirektor und heutige Bochum-Coach Robin Dutt hat die Schnelllebigkeit im Fußballgeschäft kritisiert.

"Manche Vereine haben in 18 Monaten drei oder vier Trainer. Für den Fußball ist diese Entwicklung nicht gut", sagte Dutt dem Fachmagazin "Kicker". Die "Nachhaltigkeit im Fußball" gehe verloren, betonte der 54-Jährige, der nach Trainerstationen beim SC Freiburg, bei Bayer Leverkusen und Werder Bremen sowie seinen Tätigkeiten als Sportdirektor beim Deutschen Fußball-Bund und beim VfB Stuttgart jetzt den Zweitligisten VfL Bochum trainiert.

Man erziehe die Trainer in eine falsche Richtung, kritisierte Dutt. "Sie denken nur an den kommenden Samstag. Nicht an den jungen Spieler, der dem Club vielleicht in zwei, drei Jahren hilft."

Da es auch die Sportdirektoren "immer früher erwischt, sehe ich die Entwicklung mit Sorge. Es fliegt zu schnell ein komplettes Konzept über Bord. Der Anspruch wird immer höher - aber die Zeit immer kürzer", sagte Dutt. "Die inhaltliche Arbeit des Trainers" leide, betonte Dutt und nannte als Beispiel den Einbau von jungen Spielern.

"Man müsste eigentlich bereit sein, ergebnistechnisch ein Risiko einzugehen. Beim SC Freiburg etwa waren wir das, so ist es auch heute noch. Woanders geht das weniger. Ausbildung braucht Zeit - und hat der Ausbilder keine Zeit, geht es zwangsläufig zulasten der Ausbildung, der Qualität", sagte Dutt dem "Kicker".

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