Kommentar

Gewalt im Amateurfußball: Harte Strafen für Schläger

Rot für Schläger im Fußball

Rot für Schläger im Fußball

Foto: Patrick Seeger / dpa

Essen  Am Wochenende ist ein Fußball-Schiedsrichter brutal verprügelt worden. Solche Schläger müssen hart bestraft werden. Ein Kommentar.

Die brutale Prügel-Attacke auf einen Schiedsrichter bei einem hessischen Kreisligaspiel hat für großes Entsetzen gesorgt. Leider ist der Vorfall kein Einzelfall. Im Gegenteil: Solche und ähnliche Szenen gibt es seit Jahren auf deutschen Fußballplätzen. Und deshalb ist es nicht verwunderlich, dass die Zahl der Schiedsrichter in Deutschland seit 2011 drastisch zurückgegangen ist. In diesem Sommer gab es in Deutschland 56.000 Schiedsrichter. Das waren 22.000 weniger als vor acht Jahren.

Hilferuf der Schiedsrichter

Kein Wunder. Wer lässt sich schon gern im Ehrenamt anpöbeln oder gar verprügeln. Die Unparteiischen fühlen sich mit Recht nicht genügend geschützt und auch nicht geschätzt. In Berlin haben die Schiedsrichter am vergangenen Wochenende gestreikt. Sie wollten ein Zeichen setzen. Es war auch ein Hilferuf.

Die Vereine müssen ihren Beitrag leisten

Die überwiegende Zahl von Spielen geht ohne Gewalt über die Bühne. Von rund 1,5 Millionen Fußballspielen in der Saison 2018/19 mussten nur 0,05 Prozent wegen eines Gewaltvorfalls vorzeitig beendet werden. Trotzdem muss jetzt gehandelt werden. Gewalt auf dem Fußballplatz gehört bestraft. Streng. Auch mit lebenslangen Sperren. Es wäre zu wünschen, dass die Vereine ihren Beitrag leisten. Gespräche mit den Spielern sind dringend nötig. Und wenn ein Kollege auf dem Platz ausrastet, müssen auch die Mitspieler diesen stoppen.

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