Mönchengladbach. Die geplatzte Verpflichtung von João Palhinha sorgt für Ärger beim FC Bayern. Trainer Thomas Tuchel ist sauer. Das zeigt er in einem Interview.

Es rumort beim Fußball-Rekordmeister FC Bayern München. Vor dem Auswärtsspiel am Samstagabend bei Borussia Mönchengladbach wurde Trainer Thomas Tuchel auf das Transfer-Fiasko am "Deadline Day" angesprochen. Die angestrebte Verpflichtung des Portugiesen João Palhinha vom FC Fulham für kolportierte 50 Millionen Euro war am Schlusstag der Transferperiode geplatzt. Er war Tuchels Wunschspieler für die Position im defensiven Mittelfeld. Auch ein Ersatz für die Defensivspieler Benjamin Pavard (Inter Mailand) und Josip Stanisic (verliehen nach Leverkusen) konnte nicht mehr realisiert werden.

Bayern-Trainer Thomas Tuchel im Sky-Interview mit Moderator Patrick Wasserziehr.
Bayern-Trainer Thomas Tuchel im Sky-Interview mit Moderator Patrick Wasserziehr. © AFP

Thomas Tuchel: Nachfrage von Sky-Reporter Patrick Wasserziehr nervt ihn

Nun gehen die Bayern mit 18 Feldspielern in die neue Saison. Das sei "etwas dünn", monierte Tuchel im Sky-Interview mit Reporter Patrick Wasserziehr. „Ich war sehr traurig, weil ich wusste, wie gern der Spieler zu uns wollte, und ich weiß, was uns dieser Spieler gegeben hätte“, sagte er zum in letzter Minute geplatzten Palhinha-Transfer. "Wir haben ein paar Spieler abgegeben, unter anderem auch Spieler abgegeben, die viel für uns gespielt haben, also werden wir sehen", sagte Tuchel vielsagend."

Sky-Reporter Wasserziehr bezeichnet die Aussagen Tuchels als „fast fatalistisch“. Das gefiel dem Bayern-Trainer überhaupt nicht. Es wurde hitziger. "Ich weiß, was Sie versuchen", sagte Tuchel. Wasserziehr verteidigte seinen Einwand: "Ich habe nur aufgenommen, was Sie gesagt haben.“ Daraufhin war Tuchel sichtlich genervt. "Wenn Sie sagen, es war fatalistisch, dann war es so.“

Sky-Experte "Didi" Hamann zerlegt FC Bayern

Deutlicher wurden die Experten bei Sky. Für Ex-Nationalspieler Dietmar Hamann ist der missglückte Transfer-Endspurt des FC Bayern München ein hausgemachtes Problem. „Sie haben im Moment ein Machtvakuum, und deswegen sind sie gestern so auf die Nase gefallen“, sagte der frühere Bayern-Profi beim Pay-TV-Sender Sky am Samstagnachmittag. Der 50-Jährige sprach gar von einer „vergifteten Atmosphäre, vom Vorstand zum Trainer und vom Trainer zur Mannschaft“.