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BVB-Boss Watzke über Fan-Rückkehr: 20 Prozent verantwortbar

Kann sich eine Zuschauer-Rückkehr im Spiel gegen Gladbach vorstellen: BVB-Chef Hans-Joachum Watzke.

Kann sich eine Zuschauer-Rückkehr im Spiel gegen Gladbach vorstellen: BVB-Chef Hans-Joachum Watzke.

Foto: DPA

München.  Am Samstag trifft Borussia Dortmund auf Borussia Mönchengladbach. Aus Sicht des BVB-Geschäftsführers könnte das Spiel vor Zuschauern stattfinden.

Hans-Joachim Watzke glaubt an eine schnelle Zuschauerrückkehr in der Fußball-Bundesliga. Als Fan „würde ich mir definitiv den Abend frei halten“, sagte der Geschäftsführer von Vizemeister Borussia Dortmund mit Blick auf die Begegnung am Samstagabend (18.30 Uhr/Sky) gegen Borussia Mönchengladbach. Eine Stadionauslastung von „20 Prozent wäre auf jeden Fall verantwortbar“, sagte Watzke: „Aber das müssen die zuständigen Leute entscheiden.“

Nachdem im Osten einige Pokalspiele vor tausenden Fans über die Bühne gingen, könnten sich auch zum Bundesligastart am Wochenende die Stadien trotz der Corona-Pandemie füllen. Bund und Länder streben nach Worten von Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) schneller als geplant eine einheitliche Lösung für die Fanrückkehr in Stadien an. Man wolle in dieser Woche versuchen, einen Kompromiss zu finden für einen Probebetrieb mit Zuschauern, sagte Söder am Montag nach einer Kabinettssitzung in München. Dies könne auch sehr schnell erfolgen, möglicherweise auch schon zum Start der Bundesliga an diesem Wochenende, sagte Söder. Man wolle in dieser Woche eine Entscheidung treffen, ob, wann und in welcher Form das stattfinden könnte. Zuletzt hatte sich auch Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) für eine einheitliche Lösung ausgeprochen.

Söder verwies auf Verhandlungen auf der Ebene der Chefs der Staatskanzleien. Ziel sei es, einen einheitlichen Vorschlag zu bekommen für alle Profiligen auch in anderen Sportarten. Man wolle eine „einheitlich Philosophie“ entwickeln, die dann für alle gelte. Schon am Dienstag (16 Uhr) beraten nach dpa-Informationen die Chefs der Staatskanzleien der Länder über eine bundeseinheitliche Lösung, die früher kommen soll als Ende Oktober.

Zuschauer-Obergrenze möglich

Wenn Corona-Infektionszahlen regional gering seien, sei mehr möglich, ansonsten weniger, sagte Söder als Beispiel. Man diskutiere auch über eine Zuschauer-Obergrenze. Zu Größenordnung sagte er auf Nachfrage: „Ich glaube nicht, dass es die Hälfte der Zuschauer sein wird.“

Aktuell entscheidet jedes Gesundheitsamt individuell über eine Zulassung von Fans in den Stadien. Zum Saison-Auftakt im Oberhaus werden in vier von neun Stadien mehrere Tausend Fans erwartet. Tendenz steigend. Bislang wurde bei den Bundesligisten RB Leipzig, Eintracht Frankfurt, Hertha BSC und Werder Bremen ein Hygienekonzept genehmigt.

Ärger bei Hansa Rostock

Im DFB-Pokal am Wochenende waren teils 7500 Fans im Stadion erlaubt. In Rostock und Magdeburg haben einige Fans gegen die Corona-Regeln verstoßen. (dpa mit fs)

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