Borussia Dortmund

BVB-Manager Zorc kritisiert Aubameyang für Watzke-Angriff

Da war die Welt noch in Ordnung: Stürmer Pierre-Emerick Aubameyang (m.) erhält ein Geschenk von den BVB-Bossen Michael Zorc (l.) und Hans-Joachim Watzke.

Da war die Welt noch in Ordnung: Stürmer Pierre-Emerick Aubameyang (m.) erhält ein Geschenk von den BVB-Bossen Michael Zorc (l.) und Hans-Joachim Watzke.

Foto: firo

Dortmund.  Der Ex-BVB-Profi Pierre-Emerick Aubameyang hat Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke heftig angegriffen. Zu unrecht, wie Michael Zorc findet.

Natürlich wurde auch Borussia Dortmunds Sportdirektor Michael Zorc auf den Tweet von Pierre-Emerick Aubameyang angesprochen. „Ich finde, Auba hat sich im Ton, in der Wortwahl vergriffen“, erklärte Zorc vor dem BVB-Spiel am Samstag (15.30 Uhr/Sky) beim SC Freiburg und ergänzte: „Aki hat nichts Böses gesagt und schon gar nicht viel Böses gemeint. In den viereinhalb Jahren, in denen Auba bei uns war, haben wir uns fast immer, auch in schwierigen Situation, hinter ihn gestellt. Insofern kann ich diese heftige, diese überzogene Reaktion nicht nachvollziehen.“

Der ehemalige BVB-Profi Aubameyang, der mittlerweile beim FC Arsenal in England spielt, hatte Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke angegriffen und als Clown bezeichnet. Hintergrund war ein Interview von Watzke mit der Süddeutschen Zeitung, in dem Watzke erklärte: "Pierre-Emerick Aubameyang, der beim FC Arsenal großartig spielt, wird wahrscheinlich warm ums Herz, wenn er auf sein Konto schaut, aber mittwochs guckt er bei der Champions League regelmäßig nur im Fernsehen zu und ist traurig.“

Aubameyang droht BVB-Boss Watzke – Zorc gelassen

Dies wollte Aubameyang nicht auf sich sitzen lassen. Sein ehemaliger Vorgesetzter Watzke sei "solch ein Clown", schrieb der 30-Jährige daher bei Twitter. Seinen Beitrag eröffnet Aubameyang mit einer Drohung: "Es ist besser für dich, wenn ich nie darüber spreche, warum ich Dortmund tatsächlich verlassen habe."

„Ich weiß auch nicht, was er damit meint, da ich alle Hintergründe kenne“, erklärte Zorc dazu. „Wir haben uns keiner Art und Weise irgendetwas vorzuwerfen.“

Im Januar 2018 wechselte Aubameyang für 63,75 Millionen Euro von Borussia Dortmund zum FC Arsenal. Für den BVB erzielte er in 213 Pflichtspielen 141 Tore. Sportlich war er stets über jeden Zweifel erhaben. Sein Wechsel nach England war jedoch mit großem Ärger verbunden. Ähnlich wie zuvor Ousmane Dembélé versuchte Aubameyang einen Transfer zu erzwingen. In den Wochen vor dem Wechsel kam es mehrfach zu disziplinarischen Verfehlungen.

Den Vorwurf der Geldgier wies Aubameyang allerdings bei Twitter entschieden zurück. Diese hielt er nun stattdessen Watzke vor. Als Beispiel nannte er den Verkauf von Ousmane Dembélé zum FC Barcelona, der Dortmund im Sommer 2017 eine Ablösesumme über 100 Millionen Euro einbrachte. "Ich erinnere mich, als du sagtest, dass wir Ousmane niemals verkaufen werden. Dann sahst du mehr als 100 Millionen und warst der Erste, der das Geld nahm. Sprich bitte nicht über Geld", polterte Aubameyang. Abschließend bat er Watzke darum, ihn "in Ruhe" zu lassen.

BVB in Freiburg ohne Alcácer

Borussia Dortmund tritt am Samstag (15.30 Uhr/Sky) beim SC Freiburg an. Die Freiburger stehen auf dem dritten Tabellenplatz, der BVB derzeit nur auf dem achten. Deswegen brauchen die Dortmunder nach dem 2:0-Erfolg in der Champions League gegen Prag dringend ein weiteres Erfolgserlebnis, wenn die kritischen Stimmen erstmal verstummen sollen. Allerdings fällt Stürmer Paco Alcácer weiterhin aus. Ihn könnten Julian Brandt (wie gegen Prag) oder Mario Götze (wie gegen Bremen) ersetzen.

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