Borussia Dortmund

BVB-Pechvogel Marco Reus hadert mit der eigenen Ausbeute

Ein bisschen Trost für Marco Reus: Der BVB-Stürmer hätte den FC Barcelona im Alleingang abschießen können.

Ein bisschen Trost für Marco Reus: Der BVB-Stürmer hätte den FC Barcelona im Alleingang abschießen können.

Foto: dpa

Dortmund.  Beim 0:0 gegen den FC Barcelona ließ BVB-Kapitän Marco Reus einen Elfmeter und weitere gute Chancen ungenutzt. Trotzdem gewann er dem Spiel auch viel Positives ab.

Die Antwort auf diese Frage fiel Marco Reus nicht wirklich schwer. Ein Journalist wollte vom Kapitän von Borussia Dortmund wissen, was denn gefehlt hatte, um im Champions-League-Spiel gegen den FC Barcelona statt des achtbaren 0:0 einen Sieg zu erreichen. „Das Tor“, sagte Reus – und das war ebenso kurz wie korrekt. „Ich weiß nicht, ob man besser hätte spielen können als in der zweiten Halbzeit.“ Der BVB hatte eine der besten Mannschaften der Welt erfolgreich vom eigenen Tor weggehalten – und vorne allerbeste Möglichkeiten auf einen Treffer gehabt. Aber er nutzte sie nicht. „Solche Spiele hast du manchmal“, seufzte Reus.

BVB-Stürmer Reus scheiterte mehrfach an Barca-Keeper ter Stegen

Der Kapitän war selbst der große Pechvogel des Abends gewesen, er alleine hätte einen komfortablen Sieg herausschießen können. Aber als er in der ersten Halbzeit frei vor dem Tor auftauchte, scheiterte der Dortmunder ebenso am glänzend aufgelegten Marc-André ter Stegen (25.) wie in der zweiten Halbzeit, als er einen Elfmeter nicht im Tor unterbrachte (77.).

„Mein Elfmeter war jetzt nicht sonderlich gut geschossen“, räumte Reus ein. „In zwei, drei Situationen hat er aber richtig gut gehalten. Er ist nicht umsonst einer der besten Torhüter der Welt.“ Aber: „Wenn beim Elfmeter und zwei, drei anderen Chancen ein bisschen mehr Wille, ein bisschen mehr Glück dazu kommen, dann gewinnen wir hier.“

Marco Reus haderte mit der Torchancen-Ausbeute

Von daher waren es gemischte Gefühle, mit denen der 30-Jährige das Stadion verließ. Einerseits war ein Punkt gegen den großen Favoriten FC Barcelona ja durchaus ein ordentlicher Ertrag. Andererseits hatte man aufgrund der Vielzahl an guter bis sehr guter Chancen eigentlich einen Sieg verdient gehabt – und so zwei Punkte und eine exzellente Ausgangsposition hergeschenkt. „In der zweiten Halbzeit haben wir richtig gut gespielt“, fand Reus. „Wir hatten wirklich gute Möglichkeiten. Aber es hat leider nicht sein sollen, wir haben uns nicht belohnt für den Aufwand, den wir betrieben haben.“

Und so haderte BVB-Star Reus vor allem mit der eigenen Ausbeute: „Ich weiß schon, dass es schlimmere Dinge gibt im Leben, als einen Elfmeter zu verschießen“, sagte er. „Es tut natürlich in dem Moment sehr weh und es wird auch heute Nacht noch wehtun. Aber morgen, spätestens übermorgen ist der Kopf wieder oben, dann muss es weitergehen.“

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