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BVB-Sportdirektor Michael Zorc verteidigt den Toprak-Abgang

BVB-Sportdirektor Michael Zorc.

BVB-Sportdirektor Michael Zorc.

Dortmund.  Ömer Toprak wird in der kommenden Saison nicht mehr beim BVB spielen, obwohl er im Supercup überzeugte. "Ich sehe da keine Gefahr", sagt Zorc.

Ömer Toprak zeigte sich am Sonntag auf Instagram bereits mit seinem neuen Trikot, das nun nicht schwarz-gelb, sondern grün-weiß glänzt. "Ich bin sehr glücklich über meinen Wechsel an die Weser. Die Entwicklung und das Konzept des gesamten Vereins haben mich in meiner Entscheidung bestärkt", schrieb Toprak dazu. Denn der Verteidiger wechselt von Borussia Dortmund zu Werder Bremen.

Zunächst wird der 30-Jährige für ein Jahr verliehen, dann folgt mit hoher Wahrscheinlichkeit eine bindende Kaufoption. Nach den Informationen dieser Redaktion kassiert der BVB dafür insgesamt sechs Millionen Euro - zudem wird Topraks Gehalt in der kommenden Spielzeit aufgeteilt. Finanziell macht das Geschäft aus Dortmunder Sicht also durchaus Sinn, sportlich hatte der Abwehrspieler allerdings zuletzt positiv auf sich aufmerksam gemacht. Jedenfalls vertrat er Mats Hummels beim 2:0-Erfolg im Supercup über den FC Bayern ansprechend.

Trotzdem verteidigt BVB-Sportdirektor Michael Zorc den Abgang im Gespräch mit dieser Redaktion. "Da sehe ich kein Risiko. Wir haben Akanji, Hummels, Zagadou, Balerdi, und wir haben Julian Weigl, der jederzeit gezeigt hat, dass er die Rolle top interpretiert. Ich sehe uns da gut aufgestellt“, meint Zorc.

Weigl überzeugt beim BVB

In Zukunft werden also, so lange sie gesund bleiben, Manuel Akanji und Rückkehrer Mats Hummels die meisten Einsatzminuten in der Innenverteidigung sammeln. Die 20-jährigen Dan-Axel Zagadou und Leonardo Balerdi sind die Vertreter. Oder Julian Weigl, der derzeit aber dabei ist, sich einen festen Platz auf der Sechs zu erarbeiten und überzeugend auftritt.

Der BVB hat nun André Schürrle (Spartak Moskau), Shinji Kagawa (Real Saragossa), Maximilian Philipp (Dynamo Moskau) und eben Ömer Toprak abgegeben. Der kam 2017 für rund zwölf Millionen Euro von Bayer Leverkusen zum BVB, war unter Trainer Lucien Favre in der vergangenen Saison aber nur noch zweite Wahl. „Das Gros der Arbeit ist erledigt", erklärt Zorc. "Aber die Transferzeit ist noch lang, sie geht ja noch bis Anfang September. Ich lege mich nie fest, man weiß einfach nicht, was noch alles passiert.“

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