Alcacer

BVB-Verbleib von Stürmer-Star Alcacer nur noch Formsache

Küsschen für die Fans: BVB-Stürmer Alcacer trifft auch im Spanien-Dress.

Küsschen für die Fans: BVB-Stürmer Alcacer trifft auch im Spanien-Dress.

Foto: Getty

Dortmund.  Ob für Spanien oder den BVB: Paco Alcacer trifft und trifft. In Dortmund steht er vor der Vertragsverlängerung: Eine Unterschrift fehlt noch.

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Als Paco Alcacer (25) in Wales seine Länderspieltore sieben und acht im 14. Einsatz für Spanien erzielt hatte, fiel das Urteil in der spanischen Presse überschwänglich aus. „Alcacer könnte zum historischen Irrtum für den FC Barcelona werden“, schrieb die Sportzeitung Marca. „Es ist unerklärlich, dass er diese Saison an Borussia Dortmund ausgeliehen wurde.“

Sieben Tore in 171 Minuten

Es ist sogar unwahrscheinlich, dass der große FC Barcelona den Top-Torjäger jemals zurückbekommt. Als der BVB-Sportdirektor Michael Zorc den Spanier im August auslieh, wurde gleichzeitig ein Anschlussvertrag bis 2023 abgeschlossen. Alles wurde ausverhandelt. Der Spieler soll 5,5 Millionen Euro im Jahr verdienen und hat den Vertrag unterschrieben – nur vom BVB fehlt noch die Unterschrift, um die Option zu ziehen.

Nach sieben Toren in 171 Spielminuten für Borussia Dortmund wird der Vollzug nach Informationen dieser Redaktion nur eine Frage der Zeit sein: Alcacer ist die erhoffte Verstärkung im Sturmzentrum des BVB.

Bei Barca auf der Ersatzbank

„Alcacer ist im Moment gewaltig, weil er sich in einer Phase befindet, die Spieler nur selten erreichen“, befand sogar sein Nationaltrainer Luis Enrique nach dem 4:1 in Cardiff. Er kennt ihn vom FC Barcelona, wo er Trainer war und Alcacer am Sturmtrio um Lionel Messi nicht vorbeikam. Enrique: „Was wir derzeit von ihm sehen, ist ein Wunder.“

Damals stürmten neben Lionel Messi die beiden Südamerikaner Neymar und Suarez. Die drei galten als beste Sturmreihe im europäischen Fußball. Als Alcacer 2016 vom FC Valancia in die katalanische Metropole wechselte, fand er sich regelmäßig auf der Ersatzbank wieder.

20 Millionen des BVB scheinen gut angelegt

„Alcacer hat bewiesen, dass Torjäger immer wieder zurückkommen“, schwärmte Barcelonas selten zurückhaltende Sporttageszeitung El Mundo Deportivo nach dem Länderspiel. „Er hat eine spektakuläre Torausbeute seit er vor Luis Suarez‘ Schatten nach Dortmund gewechselt ist.“

Weiter heißt es in der Analyse: „In Deutschland hat er endlich seinen Frieden gefunden. Die Führungsriege von Barcelona hat nicht an ihn geglaubt.“ Die BVB-Führung offenbar schon. Laut Transfermarkt.de beträgt der Marktwert des 1,75 Meter großen Mittelstürmer zwar nur 15 Millionen Euro. Aber trotzdem erscheint die kolportierte Ablösesumme von 20 bis 23 Millionen Euro gut angelegt.

"Ich fühle mich in Dortmund wohl"

Bei einem langfristigen Vertrag über vier weitere Jahr schnellt die Ablöse-Erwartung mit jedem Tor nach oben. Noch ist Alcacer ja nicht Stammspieler: Zuletzt wurde er spät eingewechselt und drehte mit seinen Jokertoren Bundesliga-Spiele wie beim 4:3 gegen Augsburg im Alleingang. „Sehr, sehr, sehr guter Transfer“, schmeichelte ihm Trainer Lucien Favre zuletzt.

„Ich fühle mich wohl in Dortmund“, ließ Alcacer wissen, „ich kann mir vorstellen, über das Jahr hinaus bei Borussia Dortmund zu bleiben.“ Er kennt die Konditionen. Nun hängt seine Zukunft von der BVB-Führung ab. Die Signale sind eindeutig. Alcacer liefert ja die besten Argumente für einen Verbleib. Er sagte: „Tore sind mir wichtig, aber wichtiger ist die Freude innerhalb der Mannschaft.“

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