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Heim-Premiere: BVB-Stürmer Batshuayi kündigt Salto als Jubel an

Gutgelaunt im Training: Michy Batshuayi (Mitte) mit Alexander Isak, Christian Pulisic und Roman Bürki (v.l.).

Gutgelaunt im Training: Michy Batshuayi (Mitte) mit Alexander Isak, Christian Pulisic und Roman Bürki (v.l.).

Dortmund.   Die Partie gegen den Hamburger SV ist die Heim-Premiere für Michy Batshuayi, den neuen Stürmer von Borussia Dortmund. Während der Trainer sich um die zu hohe Erwartungshaltung sorgt, verrät der Stürmer schon, wie er jubeln will.

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Zehn Tage sind ja eigentlich nichts. Zumindest deutlich zu wenig, um einen Menschen so richtig gut einschätzen zu können. Seit jenen zehn Tagen ist Michy Batshuayi in Dortmund und ein Fußballprofi der Borussia. Doch Mutmaßungen darüber, was zu entdecken sein könnte, wenn man derzeit in seine Gedanken- oder Gefühlswelt eintauchen könnte, mag sein Trainer noch nicht anstellen.

„Ich weiß nicht, was in seinem Kopf vorgeht, ob er alles zerreißen will oder ob das alles jetzt etwas schwieriger ist für ihn“, sagt Peter Stöger vor dem Heimspiel gegen den Hamburger SV am Samstag (15.30 Uhr), das den Rahmen für die Heimpremiere Batshuayis bilden wird. Erster Auftritt im dröhnenden Schwarz und Gelb. Farben, die der neue Stürmer nach eigener Aussage so liebt.

Zwei Treffer beim 3:2-Sieg in Köln

Der 24-Jährige hatte zwei Tage nach seiner Ankunft in Dortmund direkt mal ein Spiel bestritten und beim 3:2 in Köln zwei Treffer erzielt, einen vorbereitet und auch sonst den Eindruck hinterlassen, dass er ein sehr brauchbarer Teil dieser Mannschaft sein könnte. Der Druck, zeigen zu müssen, dass er es kann, war von ihm abgefallen. Das Problem: Er wird das jetzt immer wieder zeigen müssen.

Stöger weiß deswegen auch, dass aus dieser ganz erstaunlichen Premiere nicht nur gute Laune und Zufriedenheit resultieren kann. „Die Erwartungshaltung steigt in der Sekunde ins Uferlose“, sagt er: „Wir schauen, dass wir ihn auch zur Ruhe kommen lassen.“

Dabei wirkt Batshuayi nicht so, als müsste man sich größere Sorgen um ihn machen. Im Training präsentiert er sich ehrgeizig, gut gelaunt, vorfreudig. „Ich bin aufgeregt und freue mich. Ich hoffe, dass wir dann auch einen Sieg einfahren“, sagt er im Hinblick auf seinen ersten Auftritt im neuen Zuhause: „In Deutschland ist die Stimmung besser als in der Premier League. Vor allem in Dortmund.“

Einkaufstour durch den BVB-Fanshop

Zumindest weiß der vom FC Chelsea bis Saisonende ausgeliehene Profi offenbar, was die Fans in der neuen Heimat goutieren. Ein weiterer Beleg: das auf seinen Social-Media-Kanälen veröffentlichte Foto von einer Einkaufstour durch den BVB-Fanshop. Gleich mehrere Tüten füllte der belgische Nationalspieler mit Accessoires: Zeugs für sich, für Freunde und die Familie.

Batshuayi fühlt sich offenbar ganz wohl, wo er ist. Und wo er ist, fühlt man sich wohl mit ihm. Trainer Stöger lobt ihn als wuchtig, gefährlich, einsatzfreudig. Die Sehnsucht nach seinem Vorgänger Pierre-Emerick Aubameyang hält sich im schwarz-gelben Universum bislang schwer in Grenzen. Batshuayi hat scheinbar einfach dessen Platz eingenommen. Nicht einmal an einen anderen Torjubel wird sich das Publikum im Falle eines Falles gewöhnen müssen.

In Köln verzichtete er bei beiden Toren auf turnerische Einlagen. Der Feststellung, dass die BVB-Anhänger den Salto vermisst hätten, der sowohl ihm als auch Aubameyang zum Markenzeichen gereicht, entgegnete er dem hauseigenen Fernsehsender „BVB total“: „Am Samstag dann gegen Hamburg in meinem neuen Stadion.“

Torreichste Paarung der Historie

Die Chancen für Stürmer stehen in dieser Partie ohnehin nicht schlecht. Die Paarung ist die torreichste der Bundesliga-Geschichte (361 Tore in 101 Spielen). Zudem reist der mal wieder arg in die Bredouille geratene HSV auch noch ohne seinen gesperrten Abwehrchef Kyriakos Papadopoulos an. Und für den Fall, dass Peter Stöger nun doch noch das Gefühl haben sollte, dass sein Schützling etwas aufgebaut werden muss, dass er noch ein gutes Omen benötigt, um sich besser zu fühlen, dann taugt vielleicht eine Information aus dem Spätsommer 2013, als Pierre-Emerick Aubameyang relativ neu war in Dortmund und sein erstes Tor vor eigenem Publikum erzielte. Gegen den Hamburger SV.

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