Kommentar

Hummels-Wechsel zum BVB gut für die Spannung der Bundesliga

Mats Hummels (2. v. r.) jubelt wieder auf Seiten des BVB.

Mats Hummels (2. v. r.) jubelt wieder auf Seiten des BVB.

Foto: firo

Dortmund.  Die letzten sieben Meistertitel gingen an die Bayern. Doch die Konkurrenz hat das Risiko erhöht, allen voran der BVB. Ein Kommentar.

Geradezu begeistert wurde der neue Mann empfangen: Mehrere hundert Fans waren dabei, als Shinji Kagawa bei Real Saragossa präsentiert wurde. Kagawa, der einst mit Borussia Dortmund die Bundesliga aufmischte, verdingt sich nun in der zweiten spanischen Liga – weil er beim BVB nicht mehr gebraucht wurde.

Das Beispiel zeigt: Rückholaktionen gehen beim BVB nicht immer gut, eher selten sogar. Ob Kagawa, Nuri Sahin oder Mario Götze – keiner von ihnen erreichte je wieder die frühere Bedeutung, nachdem er mehr oder weniger reumütig aus der Fremde zurückgekehrt war.

Ob es Mats Hummels besser ergehen wird? Einen gewichtigen Unterschied gibt es zu den warnenden Beispielen, das betont auch die BVB-Führung gerne: Hummels kehrt nicht als Gescheiterter zurück sondern als einer, der in der Fremde reüssierte.

Ein Risiko bleibt der Transfer natürlich trotzdem, allein schon wegen der Ablösesumme von 30,5 Millionen Euro. Aber für uns als Zuschauer ist es doch schön, dass mal ein Klub ins Risiko geht, um die Vorherrschaft des FC Bayern anzugreifen. Es sind ja nicht nur die Dortmunder: Leverkusen holt Kerem Demirbay für 32 Millionen Euro. Leipzig investiert insgesamt über 50 Millionen Euro. Für die Spannung in der Bundesliga kann das nur gut sein.

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