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Kehl erklärt: So arbeiten die BVB-Profis zu Hause

Sebastian Kehl, Leiter der BVB-Lizenzspielerabteilung.

Sebastian Kehl, Leiter der BVB-Lizenzspielerabteilung.

Foto: firo

Dortmund.  Auch der BVB spürt die Folgen der Coronakrise. Die Spieler müssen individuell trainieren. Sebastian Kehl erklärt die Folgen für den Klub.

Sebastian Kehl erlebt derzeit als Leiter der BVB-Lizenzspielerabteilung eine schwierige Phase. Aufgrund der Coronakrise pausiert die Bundesliga wohl mindestens bis Ende April, vielleicht noch länger. Die Dortmunder müssen trotzdem weiterarbeiten. Irgendwie.

Wie kompliziert ist die aktuelle Situation?

Sebastian Kehl: Die Spieler halten sich, auf Basis des rechtlich Möglichen, individuell fit. Diese Trainingsarbeit ersetzt natürlich kein Mannschaftstraining und schon gar nicht den Wettkampf. Wir befinden uns in einer Art Vorbereitung, jedoch ohne Testspielgegner. Immerhin kommen wir aus einer Phase hoher körperlicher Substanz und nicht aus sechs Wochen Urlaub. Wenn ein Spieltermin irgendwann absehbar ist, müssen wir die Spannung wieder hochfahren. Es gibt im Moment allerdings wichtigere Dinge. Die Coronakrise ist eine Herausforderung für viele, viele Berufsstände.

Wie ist die Stimmung in der Mannschaft?

Sebastian Kehl: Im Moment wird wenig über Fußball gesprochen, weil die Krise das beherrschende Thema ist. Alle versuchen, sich sensibel zu bewegen, sich zu schützen und ihrer Verantwortung gegenüber der Familie, dem Arbeitgeber und der Gesellschaft gerecht zu werden. Wir alle spüren, dass sich die Jungs bewegen wollen, dass sie gerne ihrem Beruf nachgehen wollen. Aber das gilt zurzeit sicher für alle Menschen.

Hat jeder Profi die Möglichkeit, zu Hause zu trainieren?

Sebastian Kehl: Es gibt Spieler, die einen eigenen Fitnessbereich haben. Manche haben wir auch mit Fahrradergometern ausgestattet. Und zumindest dürfen sie ja an der frischen Luft laufen.

Ist diese Krise die größte Herausforderung Ihrer Zeit beim BVB?

Sebastian Kehl: Die Situation beschäftigt mich wie jeden anderen sowohl privat, aber auch beruflich. Diese Krise ist einfach mit keiner anderen Situation der letzten Jahrzehnte vergleichbar. Aber ich bin davon überzeugt, dass wir sie alle gemeinsam meistern werden. (las)

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