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Warum BVB-Kapitän Marco Reus in der Kabine weinte

BVB-Kapitän Marco Reus ist einer der Protagonisten in der Dokumentation "Borussia Dortmund Inside".

BVB-Kapitän Marco Reus ist einer der Protagonisten in der Dokumentation "Borussia Dortmund Inside".

Foto: Amazon Original

Dortmund.  Am Freitag erscheint die Doku „Inside Borussia Dortmund“. Kapitän Reus spricht über seine Verletzungszeit, Titelträume – und seinen Vornamen.

Lucien Favre holt tief Luft: „Du brauchst eine Top-Technik“, sagt der Trainer von Borussia Dortmund dann, und passenderweise wird genau in diesem Moment Marco Reus eingeblendet. „Du brauchst auch Spielintelligenz“, fährt Favre fort. „Du brauchst Zeit, du brauchst auch Geld – aber du brauchst auch physisches Potenzial.“ Alle, so der Schweizer, sprächen immer von Mentalität. „Aber dafür“, sagt Favre und wedelt mit dem Finger wild durch die Luft“, brauchst du Spieler, die erst einmal laufen können.“

Diese Sätze, die der Trainer in der Dokumentation „Inside Borussia Dortmund“ spricht, hätte man in der Vergangenheit nicht zwingend mit Marco Reus in Verbindung gebracht. Fußballspielen kann er wie nur wenige andere, daran gab es nie einen Zweifel. Aber allzu oft machte ihm der Körper einen Strich durch die Rechnung, immer wieder fehlte er verletzt. Auch darum geht es in der vierteiligen Serien, deren erste Folge ab Freitag beim Streamingdienst Amazon Prime“ zu sehen ist.

Reus weinte in der Kabine

Reus, Kapitän des BVB, ist natürlich einer der Protagonisten der Dokumentation. Und auch seine jüngste schwere Verletzung, der Kreuzband-Anriss im DFB-Pokalfinale 2017, wird ungewohnt offen behandelt: „In der Halbzeitpause haben wir in der Kabine einen Test gemacht“, erzählt der 30-Jährige. Die Rückmeldung des Arztes: „Das hört sich nicht so gut an. Dann wurde es mir klar. Ich habe geweint, weil es das Pokalfinale war.“

Mit dabei in der Kabine: Physiotherapeut Thomas Zetzmann, der Reus noch einen Verband anlegte, als die Mitspieler bereits auf den Platz zurückgekehrt waren. „Man trauert praktisch mit, aber in der Situation kann man unheimlich wenig machen“. Erinnert sich Zetzmann.

Benannt nach Marco van Basten

„Es waren Phasen dabei, in denen ich schwer damit zu kämpfen hatte. Es war eine sehr schwierige Zeit“, meint Reus, der aus heutiger Sicht aber auch sagt: „Natürlich waren die Verletzungen ein schwieriges Unterfangen, auch vom Kopf her. Trotzdem sind es halt nur Verletzungen, manchen geht es einfach noch schlechter und das muss man einfach so sehen.“

Reus verrät in der Doku auch, wie er zu seinem Vornamen kam: natürlich durch den Fußball. Eigentlich hatte seine Mutter den Namen Dennis ausgewählt. Doch sein Vater war von Marco van Bastens Traumtor im EM-Finale 1988 derart begeistert, dass er kurzerhand entschied: „Sein Name ist Marco.“

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