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Warum der BVB den Vertrag mit Lukasz Piszczek verlängert

Lukasz Piszczek ist Leistungsträger bei Borussia Dortmund.

Lukasz Piszczek ist Leistungsträger bei Borussia Dortmund.

Foto: firo Sportphoto/ Jürgen Fromme

Dortmund.  Der BVB hat den Vertrag mit Lukasz Piszczek bis 2021 verlängert. Das liegt auch daran, dass derzeit ansonsten vieles ungewiss ist.

Eine Überraschung ist es nicht mehr. Was sich in den vergangenen Wochen immer stärker abgezeichnet hat, verkündete Borussia Dortmund am Mittwoch nun auch offiziell: Der auslaufende Vertrag mit Lukasz Piszczek wird noch einmal um ein Jahr bis 2021 verlängert. „Lukasz Piszczek ist ein absoluter Führungsspieler in unserem Team, außerdem ist er auch körperlich in einer Top-Verfassung“, erklärte Sportdirektor Michael Zorc. „Daher war es folgerichtig, den Vertrag mit ihm um ein weiteres Jahr zu verlängern.“

Piszczek, der 2010 von Hertha BSC kam, geht damit bereits in sein elftes Jahr bei Borussia Dortmund – und es waren überwiegend erfolgreiche Jahre: Mit dem Rechtsverteidiger als Stammspieler holte der BVB zwei Meisterschaften, zwei DFB-Pokalsiege und stürmte ins Champions-League-Finale 2013.

Piszczek ist Führungsspieler beim BVB

Nach zwei Hüftoperationen hat der 35-Jährige zwar nicht mehr die Dynamik früherer Tage, beim BVB allerdings wird er als verlässliche Größe geschätzt. Seinen einstigen Aufgabenbereich als sehr offensiv orientierter Rechtsverteidiger beackert inzwischen zwar Achraf Hakimi, aber in der während der Hinrunde etablierten Dreier-Abwehrkette hat sich der Pole einen Stammplatz erkämpft.

Und das ist nicht der einzige Grund für eine Vertragsverlängerung: Piszczek ist zwar öffentlich kein großer Redner, intern aber hat sein Wort Gewicht, mit seiner Erfahrung ist er ein wichtiger Führungsspieler – und nicht umsonst stellvertretender Kapitän hinter dem derzeit verletzten Marco Reus.

Planungssicherheit für den BVB

Zudem schafft sich Zorc ein Stück Planungssicherheit in einer Zeit, in der er wegen der Corona-Pandemie und ihren finanziellen Auswirkungen nicht allzu viel planen kann. Gerade auf der rechten Abwehrseite ist vieles ungewiss: Ob Leihspieler Hakimi noch etwas länger bleiben kann, entscheidet dessen Stammverein Real Madrid. Mateu Morey, als Perspektivspieler vom FC Barcelona geholt, hat sich noch nicht aufdrängen können. Thomas Meunier würde der BVB gerne ablösefrei von Paris Saint-Germain verpflichten, sicher ist das aber noch nicht. Da hilft es, in Piszczek für ein weiteres Jahr eine solide Alternative zu haben.

2021 aber ist Schluss, dann will der Routinier die Profikarriere beenden. „Ich gehe davon aus, dass ich im Sommer 2021 meine Koffer packen und nach Polen zurückkehren werde. Hier habe ich meine Pläne für die Zukunft“, sagte Piszczek kürzlich dem polnischen Portal „sport.pl“. Er will sich um eine Fußball-Akademie kümmern – und als Hobbyspieler für seinen Jugendklub LKS Goczalkowice auflaufen.

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