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DFB-Team: Garmisch gilt als Favorit für das EM-Quartier

Oliver Bierhoff (r.) spricht über die EM-Pläne der deutschen Nationalmannschaft.

Oliver Bierhoff (r.) spricht über die EM-Pläne der deutschen Nationalmannschaft.

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Mainz.  Der DFB treibt die Planungen für die nächsten beiden Europameisterschaften voran. Und hat schon einen Favoriten für die Unterkunft.

Vor dem Mainzer Bootshaus spielt eine Blaskapelle, drinnen werden Weißwurst und Fleischkäse serviert. Und damit auch der Letzte mitbekommt, dass es hier um München geht, wird das Besteck dazu in tönernen Bierkrügen gereicht.

Der Deutsche Fußball-Bund hat eingeladen, um über seine Planungen für die kommenden beiden Europameisterschaften zu informieren. Jene im Jahr 2024, die in Deutschland ausgetragen wird. Und das Turnier 2020, das über den ganzen Kontinent verteilt ist – mit vier Spielen in München, drei in der Vorrunde und eins im Viertelfinale.

364 Tage sind es noch bis Turnierbeginn, und seit Mittwoch sind auf der Webseite der Uefa die ersten 1,5 Millionen Tickets erhältlich. Für die Vorrundenspiele in München kosten sie 50, 125 und 185 Euro. Übersteigt das Angebot die Nachfrage, wird gelost.

Weite Reisen nach der Vorrunde

Die deutsche Nationalmannschaft hat ihr Ticket für das Turnier zwar noch nicht gelöst, der zuständige DFB-Direktor Oliver Bierhoff hat die Suche nach einem Quartier aber längst aufgenommen: „Wir fangen immer etwa zwei Jahre vorher an, uns umzuschauen“, sagt er. „Wir dürfen auch nicht allzu lange warten, weil die Hotels ihre Planungen auch abschließen wollen.“

Mindestens zwei deutsche Gruppenspiele würden in München stattfinden – sollte Ungarn in der Qualifikation scheitern, wären es sogar alle drei. Daher werde das Teamquartier auch im weiteren Umfeld der bayerischen Landeshauptstadt aufgeschlagen, verrät Bierhoff. Details verrät er nicht, im Gespräch ist Garmisch-Partenkirchen unweit der österreichischen Grenze, rund 90 Kilometer von München entfernt. „Wir wollen kurze Anreisen, denn Reisestrapazen können in so einem Turnier ausschlaggebend sein“, sagt Bierhoff.

Nach der Gruppenphase allerdings lassen die sich nicht mehr vermeiden: Als Gruppensieger würde der Weg zur Finalrunde in London über Bukarest und Sankt Petersburg führen, als Gruppenzweiter über Dublin und Rom. „Das wird eine logistische Herausforderung“, sagt Bierhoff. „2024, wenn alles in Deutschland ist, ist es natürlich weitaus besser.“

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