Kommentar

Die Millionenspende ist ein schönes Zeichen der Solidarität

Beteiligt sich mit seinem Klub an der Solidaraktion: BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke.

Beteiligt sich mit seinem Klub an der Solidaraktion: BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke.

Foto: dpa

Essen.  Die Champions-League-Klubs unterstützen andere Vereine mit 20 Millionen Euro. Ihr Beitrag kann in diesen Zeiten viel wert sein. Ein Kommentar.

Man soll ja nicht immer nur meckern. Deswegen: Hut ab, liebe Champions-League-Klubs. Die Entscheidung, den übrigen Profiklubs 20 Millionen Euro als Corona-Nothilfe in Aussicht zu stellen, ist ein schönes Zeichen der Solidarität. Überhaupt scheint ja die Bereitschaft zum Teilen immer stärker zu wachsen, je mehr alle Beteiligten im großen Zirkus Profifußball merken, dass sie gemeinsam in einem Boot sitzen, das einen heftigen Sturm erlebt.

Werden die 20 Millionen Euro der großen Klubs reichen, diesen Sturm zu stillen? Natürlich nicht. Um das zu erkennen, reicht einfache Mathematik. 20 Millionen Euro sind zwar eine große Summe. Sollten aber erst einmal vier, fünf Klubs wirklich in Not geraten, ist die Summe bei den Umsätzen, mit denen im deutschen Profifußball hantiert wird, auf einmal gar nicht mehr so groß.

Man muss ja nur mal gegenrechnen, was an Verlust im Raum steht: Über 750 Millionen Euro dürften den 36 Profiklubs fehlen, wenn die Saison abgebrochen werden sollte. Kann sie zu Ende gespielt werden, wird der Verlust zwar deutlich geringer – bleibt aber immer noch viel höher als 20 Millionen Euro.

So könnte man nun die Gabe der Großklubs weiter kleinrechnen. Man kann es aber auch lassen. Denn dass sie im Alleingang den gesamten Profifußball retten, kann man von den Branchengrößen nun auch nicht erwarten. Ihr Beitrag ist vor allem ein Symbol, natürlich – aber auch das kann in diesen Zeiten ja schon viel wert sein.

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