Nachwuchs

Dritter NRW-Standort: PSG eröffnet Akademie in Dortmund

Beim SV Adler Osterfeld fand eine Trainingseinheit der Trainingsakademie Paris St. Germain statt.

Beim SV Adler Osterfeld fand eine Trainingseinheit der Trainingsakademie Paris St. Germain statt.

Foto: Jörg Schimmel / Funke Foto Services

Dortmund.  Der französische Meister Paris St. Germain expandiert in Deutschland. Nun wird es auch in Dortmund einen Anlaufpunkt für Fußballtalente geben.

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Die Pariser Akademie wird auch in Dortmund Kindern zwischen sechs und 16 Jahren ein professionelles Training nach den Methoden von Paris St. Germain anbieten. "Ich freue mich, dass wir mit Dortmund eine Fußball-Hochburg dazugewonnen haben", sagt Guido Contrino, Technischer Direktor der "PSG Academy Germany", gegenüber "RevierSport".

Ab September wird auf einer Platzanlage eines Dortmunder Amateurklubs, der am Dienstag auf einer Pressekonferenz in Düsseldorf offiziell bekanntgegeben wird, trainiert. "Wir starten dann mit dem Akademie-Betrieb. In den Herbstferien werden wir Fußballferien-Camps anbieten. Das machen wir jetzt im Sommer schon in Düsseldorf und Oberhausen. Der Zulauf ist enorm. Wir freuen uns, dass das alles so gut anläuft", sagt der 48-jährige Contrino.

Contrino selbst war fünf Jahre als Trainer beim Oberhausener Kreisligisten Schwarz-Weiß Alstaden tätig, ehe er unter anderem noch beim SC Frintrop und dem FC Sterkrade arbeitete. Die Aufgabe in der Akademie erfülle ihn umso mehr. "Es macht einfach riesen Spaß. Die Kinderaugen leuchten, die Mädels und Jungs wollen von Tag zu Tag besser werden. Das ist auch unser Ziel."

Technischer Direktor Contrino: Wollen helfen, Träume zu verwirklichen

Stichwort Ziel: Vereine, die Angst haben, dass sich PSG nun in Deutschland breit macht und den hiesigen Klubs die größten Talente wegschnappt, müssen sich laut Contrino nicht sorgen. "Wer so denkt, der hat das Projekt nicht verstanden. Ungefähr zwei Prozent aller Spieler der Nachwuchsleistungszentren landen später in den ersten drei Ligen oder einer U23-Mannschaft. Und 98 Prozent der Jungs bleiben auf der Strecke. Wir sind dafür da, um diese Jungs weiterzuentwickeln. So dass sie vielleicht irgendwann in der Regional- oder Oberliga spielen können", erklärt Contrino. Er fügt hinzu: "Es gibt aber natürlich auch Spätstarter, sowohl bei den Mädels als auch bei den Jungs. Heißt: Warum sollte es nicht jemand durch die Akademie vielleicht doch noch in die Bundesliga schaffen? Wir wollen helfen, Träume zu verwirklichen."

Die Frage bleibt: Worin liegt der Mehrwert für Paris St. Germain in den mittlerweile 15 Akademien auf der Welt? Contrino antwortet: "PSG veranstaltet ein Mal im Jahr eine große Weltmeisterschaft der Akademien. Da sind dann rund 900 Kinder vor Ort. Der Verein erhofft sich, vielleicht mal ein, zwei Talente herauszufischen. Das kann aber auch in fünf oder zehn Jahren passieren. Wenn dann ein Talent irgendwann ein paar Millionen Euro bei einem Transfererlös einbringt, dann refinanziert sich die Geschichte schon doppelt und dreifach."

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