Nationalelf

Ex-Schalker Goretzka will tragende Rolle im DFB-Team spielen

Leon Goretzka will Leitwolf werden im DFB-Team.

Leon Goretzka will Leitwolf werden im DFB-Team.

Foto: Alexander Hassenstein / Bongarts/Getty Images

Minsk  In der Nationalmannschaft drängen viele neue Gesichter nach vorne: Wie der Ex-Schalker Goretzka, der künftig ein wichtiger Bestandteil sein will.

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Es ist viel von Umbruch die Rede dieser Tage bei der Nationalmannschaft. Erfahrene Spieler sind abgetreten oder wurden hinauskomplimentiert, wie zuletzt Jerome Boateng, Mats Hummels und Thomas Müller. Junge Spieler rücken nach, stoßen neu zum Kreis der besten deutschen Fußballspieler – oder müssen plötzlich deutlich mehr Verantwortung tragen als zuvor. So wie Leon Goretzka, 24 Jahre alt, 21 Länderspiele – und damit plötzlich schon einer der Erfahrenen im DFB-Team.

Und der frühere Schalker, der jetzt für den FC Bayern spielen möchte, macht keinen Hehl daraus, dass er den Wandel, den die Nationalmannschaft gerade erlebt, für sich nutzen und diesen auch prägen will: „Die Mannschaft hat ein Stück weit ein neues Gesicht bekommen“, sagt er. „Ich bin mit den meisten Jungs schon in den Jugendmannschaften sehr erfolgreich gewesen und war immer ein wichtiger Bestandteil. Und das will ich natürlich auch in Zukunft sein.“

Zum Beispiel schon am Samstag im EM-Qualifikationsspiel in Weißrussland (20.45 Uhr/RTL). Toni Kroos, der Dominator im deutschen Mittelfeld, bekommt nach einer langen Saison eine Pause – die Chance für Goretzka, sich im Zentrum zu zeigen. Dort, wo er sich am wohlsten fühlt „Am stärksten bin ich immer noch als Achter, da kann ich meine individuellen Stärken am besten einbringen“, findet der 24-Jährige. Aber er hat auch schon als Rechtsaußen, als Rechts- und Linksverteidiger und zuletzt sogar als eine Art Mittelstürmer gespielt, flankiert von den schnellen Außen-Angreifern Leroy Sané und Serge Gnabry. „Wenn mir jemand plausibel erklären kann, dass ich der Mannschaft auf einer anderen Position besser helfen kann, mache ich das gerne“, sagt er dazu.

"Er legt Wert auf Details"

Für dieses Erklären ist derzeit Marcus Sorg zuständig, der Assistenztrainer vertritt den wegen einer Sportverletzung fehlenden Joachim Löw. Und Goretzka findet überaus lobende Worte für Sorg, der ihn schon in den Juniorenmannschaften des DFB trainiert hat. „Marcus ist ein sehr akribischer Trainer, sehr detailverliebt, wodurch man in jeder Trainingseinheit dazulernt“, sagt Goretzka. „Er legt auch großen Wert auf Details, etwa darauf, mit welchem Fuß man den Ball annimmt und weiterspielt. Darauf achtet nicht jeder und das ist neben seinem herausragenden taktischen Verständnis eine seiner größten Stärken.

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