2. Fußball-Bundesliga

André Hoffmann: „Jetzt muss sich der Charakter zeigen“

André Hoffmann (re.), hier gegen Dresdens Niklas Hauptmann, sprach nach der Partie von einem Negativtrend: „Es zieht sich wie ein roter Faden durch die letzten drei vier Spiele“

Foto: Jan Huebner

André Hoffmann (re.), hier gegen Dresdens Niklas Hauptmann, sprach nach der Partie von einem Negativtrend: „Es zieht sich wie ein roter Faden durch die letzten drei vier Spiele“ Foto: Jan Huebner

Düsseldorf.   Fortuna spricht von einem Negativtrend. Dafür sind nicht die ersten zehn Minuten verantwortlich, sondern die Hilflosigkeit im Anschluss.

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Der Schock saß tief, keine zehn Minuten brauchte Dynamo Dresden, um Fußball-Zweitligist Fortuna Düsseldorf am Montagabend gleich drei Tore einzuschenken. Ein schlecht verteidigter Eckstoß leitete das Debakel ein. Dresden war taktisch auf die offensichtlichen Düsseldorfer Schwächen im zentralen Mittelfeld vorbereitet und setzte Fortunas Spielaufbau Schachmatt.

Diese katastrophale Anfangsphase war es jedoch nicht, über die sich die Fortunen nach der Partie ärgerten. Es war die Hilflosigkeit, kein Mittel zu finden, um den Rückstand wieder aufzuholen. „Wir müssen auch über die zehnte bis zur 90. Minute sprechen“, betonte Fortunas Innenverteidiger André Hoffmann und spricht von einem Negativtrend: „Es zieht sich wie ein roter Faden durch die letzten drei, vier Spiele: Wir haben viel Ballbesitz, werden aber nicht zwingend genug nach vorne.“ Auf die Frage nach den Ursachen für diese Ideenlosigkeit ringt auch Hoffmann um eine Erklärung: „Was letztendlich der Grund dafür ist, ist schwer zu sagen. Wir haben ein paar Ausfälle und gesperrte Spieler, das trägt natürlich einen Teil dazu bei.“ Oliver Fink bestätigte, dass gerade nach der Pause nicht genug Druck aufgebaut wurde. „Was wir in der zweiten Halbzeit gezeigt haben, war im Großen und Ganzen einfach zu wenig. Wir hatten zu wenig Torchancen, und Schüsse aufs Tor. Am Schluss bin ich sehr enttäuscht über so ein Spiel“, bilanzierte Fortunas Kapitän. Das große Problem war neben dem kaltgestellten Spielaufbau die Offensive. Zu harmlos, zu langsam ließ man der Dresdner Abwehr Zeit, um sich immer wieder zu formieren. Auch Düsseldorfs Cheftrainer Friedhelm Funkel ist der Mangel an Torgefährlichkeit nicht entgangen. Der erfahrenste Coach der zweiten Fußball-Bundesliga spricht jedoch weiterhin von einer „Phase“, die ganz normal sei.

„Leistungsschwankungen nicht ungewöhnlich“

Das „spielerische Element“ hätte durch die vielen Ausfälle gefehlt, außerdem fand er noch einen weiteren Grund für den behäbigen Düsseldorfer Angriff. „Der Rasen war eine Katastrophe, sehr rutschig und seifig“, beschwerte sich Funkel: „Wir hatten deutlich mehr Ballbesitz und es ist wenig dabei rumgekommen. Das lag aber unter anderem auch am Platz.“

Erneut betonte er, dass diese Leistungsschwankungen nichts Ungewöhnliches seien: „Wir können nicht in jedem Spiel das Optimale leisten. Durch so eine Situation musst du geschlossen durch, der Mannschaft spreche ich bis zur letzten Sekunde das Vertrauen aus.“ Verteidiger André Hoffmann schwor sein Team ebenfalls auf die nächsten Begegnungen ein: „Wir sind gerade in einem Strudel, wo es nicht so gut läuft. Jetzt muss sich der Charakter der Mannschaft zeigen, um sich mit aller Macht dagegenzustemmen.“

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