2. Fußball-Bundesliga

Der Anspruch eines Spitzenreiters: Trotz 1:0 nicht zufrieden

Die Fortunen Raphael Wolf, Adam Bodzek, André Hoffmann und Niko Gießelmann feiern den Sieg über Sandhausen.

Foto: Christof Koepsel

Die Fortunen Raphael Wolf, Adam Bodzek, André Hoffmann und Niko Gießelmann feiern den Sieg über Sandhausen. Foto: Christof Koepsel

Düsseldorf.   Nach dem 1:0 gegen Sandhausen geht die Fortuna trotz starker Gegner mit der eigenen Leistung hart ins Gericht. Vorsprung hat sich vergrößert.

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Im Kampf um den Aufstieg dominiert aktuell Fortuna Düsseldorf die 2. Fußball-Bundesliga. Mit dem 1:0 gegen den SV Sandhausen feierten die Rheinländer nicht nur den vierten Sieg in Folge, sondern behielten auch die Oberhand im Duell mit einem direkten Konkurrenten. So vergrößert der Tabellenführer Düsseldorf den Abstand zu Relegationsplatz drei (Holstein Kiel) auf sieben Punkte, zum Nichtaufstiegsrang vier (FC Ingolstadt) sind es mittlerweile sogar elf Zähler. Trotzdem äußern sich die meisten Fortunen sehr kritisch zur Partie und formulieren einen höheren Anspruch.

Aktuell stimmen nicht nur die Ergebnisse, auch der Düsseldorfer Fußball hat sich trotz sehr diszipliniert und defensiv auftretender Sandhäuser am Freitag wieder verbessert. Nach Ablauf der Sperren für Kaan Ayhan, André Hoffmann und Rouwen Hennings war mehr Tempo und Präzision bei den Fortunen zu erkennen. Knapp war die Partie bis zum Schluss, weil der Gegner nie die Ruhe verlor. Die Gefahr, durch Konter den Ausgleich zu kassieren, war enorm. Doch neben dem nötigen Quäntchen Glück verteidigte Fortuna die Führung mit eigenen Qualitäten: einer Defensive, die zumindest im Strafraum bombenfest verteidigte und bis auf die Schlussminuten nur wenige Abschlüsse zuließ. Dazu gelang es immer wieder, für Entlastung durch Konter zu sorgen.

„In der zweiten Halbzeit viel zu passiv“

Die Statements der Düsseldorfer klangen jedoch alles andere als zufrieden. „Wir waren in der zweiten Halbzeit viel zu passiv“, kritisierte Marcel Sobottka: „Wir hatten kaum Ballbesitz und haben nicht für Torchancen gesorgt.“ Ähnlich klang das Urteil von Kapitän Oliver Fink: „Das frühe 1:0 hätte uns eigentlich in die Karten spielen sollen. Was wir dann aber geleistet haben, war zu wenig.“ Zuletzt äußerte sich Niko Gießelmann. Trotz großen Kampfes „geht es nicht, dass wir gegen Ende so spielen.“ Grund für die kritische Stimmung ist die wackelige Schlussphase, in der Sandhausen nach einem verschossenen Elfmeter mehr nach vorne investierte und für viel Chaos im Düsseldorfer Strafraum sorgte. Allein Fortunas Torwart Raphael Wolf nahm diese Drangphase leichter hin: „Am Ende musste Sandhausen alles reinwerfen, da wird es hier und da schon mal hektischer.“

Fortuna formuliert hohe Ansprüche. Der jetzt auf Rang fünf platzierte SV Sandhausen zeichnet sich nicht nur durch taktische Disziplin aus. Mit schnellen Außen und einer enorm kompakten Defensive hat sich der vermeintliche Fußballzwerg einen legitimen Anspruch erarbeiten, im Aufstiegsrennen mitzumischen. Dass Fortuna diesen Gegner trotzdem über 90 Minuten dominieren will, deutet auf eines hin: Die Spieler haben sich schon längst vom offiziellen Saisonziel Platz sechs verabschiedet. Was jetzt noch zählt, ist der Aufstieg.

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