2. Fußball-Bundesliga

Der Kampf um die Tabellenspitze: Fortuna spielt in Kiel

Kehrt Friedhelm Funkel heute mit der Fortuna auf Rang 1 zurück?

Foto: Roland Weihrauch/dpa

Kehrt Friedhelm Funkel heute mit der Fortuna auf Rang 1 zurück? Foto: Roland Weihrauch/dpa

Düsseldorf.   Im Spitzenspiel bei Holstein Kiel kann Fortuna Düsseldorf am Samstag mit einem Sieg Platz eins in der 2. bundesliga zurückerobern.

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Der Zweite zu Gast beim Ersten: In der 2. Fußball-Bundesliga steht am vorletzten Spieltag der Hinrunde (Samstag, 13 Uhr) das Spitzenspiel zwischen Holstein Kiel und Fortuna Düsseldorf auf dem Programm. Der Liganeuling aus Kiel ist seit dem 0:0 gegen Ingolstadt und der Düsseldorfer 1:3-Niederlage am Montag gegen Dresden alleiniger Tabellenführer. Die Störche sind mit ihren 31 Punkten der beste Aufsteigers seit Einführung der eingleisigen zweiten Liga im Jahr 1981. Mit einem Sieg kann die Sensationsmannschaft den Vorsprung auf Platz zwei auf vier Punkte ausbauen und wäre vorzeitig Herbstmeister.

Die aktuelle Form: Die Tendenz spricht für den Gastgeber, der seit acht Spieltagen ungeschlagen ist und zuletzt im September mit 0:1 gegen den FC St. Pauli verlor. Dazwischen lag das Aus im DFB-Pokal-Achtelfinale in Mainz (2:3 nach Verlängerung). Fortuna hat die jüngsten vier Partien nicht gewonnen.

Stärken und Schwächen: Kiel musste vor der Saison mit Mathias Fetsch (zum Halleschen FC) nur einen Stammspieler abgeben. Leistungsträger wie Herrmann, Schindler oder Lewerenz blieben. Die Eingespieltheit ist ein großer Vorteil für die Störche. Kiels Aufstiegskader hat zwar nur wenig Zweitliga-Erfahrung, die Spieler sind für die Gegner deshalb aber nur schwer einzuschätzen. Durch die geringe Fluktuation sind die Abläufe klar.

Die personelle Lage: Kiels Flügelflitzer Kingsley Schindler kann vermutlich nicht mitwirken, nachdem er am Mittwoch im Training umknickte. Fehlen werden auch die Langzeitverletzten Christopher Lenz und Manuel Janzer (beide Reha). Fortuna muss auf Florian Neuhaus (gesperrt) und Michael Rensing (Rippenbruch) verzichten.

Der Trainer: Für Markus Anfang (43) ist der KSV die dritte Trainerstation. Am sechsten Spieltag der vergangenen Saison übernahm der gebürtige Kölner das Team und führte es zum ersten Mal nach 36 Jahren wieder in die 2. Liga. Bei seiner ersten Trainerstation (2010 bis 2012) führte er den damaligen Grevenbroicher Niederrheinligisten SC Kapellen-Erft in die neu gegründete Oberliga. Mit der U17 von Bayer Leverkusen wurde er im vergangenen Jahr Deutscher Meister. Seine Karriere als Fußballprofi hatte er 1995 bei Fortuna begonnen, feierte am 17. März 1996 beim 2:0-Sieg über den Karlsruher SC sein Bundesliga-Debüt, ehe er über Schalke 04 (1997/98) zum FC Tirol Innsbruck (1998 – 2002) wechselte und dort drei Mal in Folge österreichischer Meister wurde. Über die Stationen 1. FC Kaiserslautern, Energie Cottbus und MSV Duisburg kehrte er zur Saison 2006/07 für zwei Jahre zur Fortuna zurück. Weder als Spieler noch als Trainer hat Anfang jemals gegen die Fortuna gespielt. Die Partie am heutigen Samstag ist für ihn also eine Premiere.

Der direkte Vergleich: Fortunas Bilanz gegen Holstein ist negativ: In den vier gemeinsamen Jahren in der Regionalliga Nord gab es nur zwei Siege. Fünfmal gingen die Düsseldorfer als Verlierer vom Platz, einmal gab es ein Remis. Gewonnen haben die Fortunen im Holsteinstadion noch nie: In den vier Partien gab es drei Niederlagen und ein Unentschieden.

Besonderes: Das Gipfeltreffen ist restlos ausverkauft. Das Kontingent für die Gastgeber (9800 Tickets) ist ebenso vergriffen wie das für die Gäste (2332). Nicht nur Coach Markus Anfang hat eine Düsseldorfer Vergangenheit: Mit Sebastian Heidinger (2007 bis 2010) und Johannes van den Bergh (2009 bis 2013) sowie Torwart Kenneth Kronholm (2006 bis 2007) stehen drei weitere Ex-Fortunen in Kiel unter Vertrag. (faja)

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