2. Fußball-Bundesliga

Fortuna Düsseldorf zittert sich zum Sieg gegen Sandhausen

Alle Mann zum Jubeln: André Hoffmann feiert das frühe Siegtor der Fortuna mit seinen Teamkollegen.

Foto: Roland Weihrauch/dpa

Alle Mann zum Jubeln: André Hoffmann feiert das frühe Siegtor der Fortuna mit seinen Teamkollegen.

Düsseldorf.   Fortuna Düsseldorf verteidigt eine frühe Führung gegen einen taktisch herausragenden SV Sandhausen. André Hoffmann traf in der zweiten Minute.

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Fortuna Düsseldorf verteidigte gestern Abend gegen den SV Sandhausen eine 1:0-Führung über 94 Minuten und kann in der 2. Fußball-Bundesliga den Abstand zu den Nicht-Aufstiegsrängen weiter vergrößern. Erstmals seit Ende der Winterpause musste Cheftrainer Friedhelm Funkel bis auf Torhüter Michael Rensing auf keinen Stammspieler verzichten. Im 4-5-1 (bzw. 4-1-4-1 in der Defensive) begannen die Düsseldorfer, mit Rückkehrer Rouwen Hennings (Sperre) im Sturm und Leihspieler Genki Haraguchi auf Linksaußen. Damit stellte Fortuna wohl die vom Klang der Namen her stärkste Offensive dieser Saison.

So begann auch die Partie. Mit Vollgas kombinierte sich Fortuna durch die gegnerischen Reihen. Die frühe Führung fiel wenige Sekunden nach dem Anpfiff. Genki Haraguchi zirkelte einen Eckstoß präzise in den Fünfmeterraum, in dem der nur sporadisch gedeckte André Hoffmann problemlos einköpfen konnte. Wenig später fuhr Fortuna das Tempo herunter. Sandhausen im Gegenzug ließ sich nicht aus der Ruhe bringen und hielt am typisch abwartenden Spielstil fest. Die Partie wirkte dadurch äußerst gemächlich. Doch sobald Fortuna eine Lücke offenbarte, ging es blitzschnell: Sandhausens schnelle Außen stießen hervor und flankten in den Düsseldorfer Strafraum. Der exzellenten Abwehrleistung Fortunas war es zu verdanken, dass die Gäste trotzdem große Probleme hatten, zum Abschluss zu kommen. Da die Badener jedoch auch konsequent und kompakt verteidigten, blieben Torchancen Mangelware.

Genki Haraguchi scheidet verletzt aus

Direkt nach Wiederanpfiff dann der Schockmoment: Genki Haraguchi stieß aus vollem Lauf mit Sandhausens Philip Klingmann mit dem Kopf zusammen. Beide Spieler mussten verletzungsbedingt ausgewechselt werden. Klingmann wurde sogar von Sanitätern vom Feld getragen. Fortunas André Hoffmann kritisierte die Helfer, die erst nach langem Rufen und Gestikulieren zu Hilfe kamen: „Das hat mir einfach zu lange gedauert. Ich will nichts vorwegnehmen, aber da war ein ganz mieses Geräusch beim Zusammenstoß. Die Sanitäter saßen da gemütlich, da wollte ich einfach deutlich werden.“ Die Verletzung hielt sich jedoch in Grenzen. Mit einem Verdacht auf Gehirnerschütterung wird Klingmann die nächsten zwei Tage in Düsseldorf im Krankenhaus verbringen.

Aufregung gab es erst wieder in der 74. Minute. Nach einigem Gerangel im Düsseldorfer Strafraum pfiff Schiedsrichter Matthias Jöllenbeck und zeigte auf den Punkt, die Proteste der Fortunen hielten sich in Grenzen. Sandhausens Tim Kister trat zum Elfmeter an, scheiterte nach schwacher Ausführung aber an Torwart Raphael Wolf, der auf die richtige Ecke spekuliert hatte.

Sandhausen erhöhte den Druck

Das war für den SV Sandhausen die Initialzündung, um den Druck zu erhöhen – und plötzlich kam es zur Torchancen auf beiden Seiten. In der Schlussphase retten Raphael Wolf und André Hoffmann mehrfach. Trotz aller Mühen der Gäste blieb es beim 1:0.

Die Fortunen gingen aufgrund der unsicheren letzten Minuten mit sich hart ins Gericht. „Wir sollten demnächst mit einer Führung besser umgehen“, forderte André Hoffmann: „Wir haben die Spieler, um nach einem 1:0 weiter auf das zweite Tor zu gehen.“ Auch Kapitän Oliver Fink äußerte sich kritisch: „Wir haben die Gewissheit, dass sowas nicht ewig gut geht. In den nächsten Spielen müssen wir wieder eine bessere Leistung zeigen.“

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