Fortuna Düsseldorf

Fortuna: Viel Frust, aber auch Hoffnungsschimmer

Düsseldorfs Benito Raman

Düsseldorfs Benito Raman

Foto: Getty

Düsseldorf  Raman vergibt gegen Schalke 04 die frühe Führung. Der Düsseldorfer ist frustriert. Fortunas Spieler und Trainer nehmen aber auch Positives mit

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Für Benito Raman war es am Samstag gegen 17.25 Uhr nicht gerade ein angenehmer Gang durch die Mixedzone der Düsseldorfer Fußball-Arena. Aus Fortuna-Sicht hätte der Belgier dem West-Duell mit Schalke 04 eine ganz andere sportliche Richtung geben können. Tat der Angreifer nach nur vier Spielminuten aber nicht. Frei auf Gäste-Torwart Ralf Fährmann zulaufend, schoss Raman, anstatt Fährmann locker zu umdribbeln. Statt zum 1:0 ins Netz rollte die Kugel kläglich ins Toraus. „Ich habe eine falsche Entscheidung getroffen, die bitter war“, gestand Raman nach der 0:2 (0:0)-Heimniederlage ein. Die Fortuna rutschte damit auf den vorletzten Tabellenplatz der Fußball-Bundesliga ab. Eingerahmt von Hannover 96 und dem VfB Stuttgart. Ein Trio mit fünf Pluspunkten.

Benito Raman mochte aber verbal und psychisch den Kopf nicht in den Sand stecken. „Von unseren sieben Spielen in der Bundesliga waren sechs gut – ich klammere da nur das 0:3 in Nürnberg vor einer Woche aus. Fünf Punkte sind für uns deshalb viel zu wenig, es hätten mehr sein müssen. Aber wir können mithalten. Das sollten wir positiv mit in die Länderspielpause nehmen.“

Rudemüller sieht positive Signale

Ähnlich sah das auch Sportvorstand Erich Rutemöller: „Die Jungs merken doch, dass es geht. Selbst gegen Schalke.“ Die unmittelbare Befindlichkeit nach der dritten Bundesliga-Niederlage in Serie war freilich eine andere. Rutemöller: „Der Frust wird größer, weil wir wieder nicht völlig unterlegen waren.“ In Frankfurt am 19. Oktober und mit dem Heimspiel am 27. Oktober gegen Wolfsburg erhofft sich Rutemöller, „wieder in eine andere Tabellenregion vorzudringen“.

Abwehrchef Adam Bodzek nahm die Pleite gegen Schalke standhaft hin. „Ohne ein Führungstor ist es immer schwer, gegen einen Gegner zu bestehen, der Vizemeister ist und in der Champions League mitspielt. Trotzdem waren wir gerade in der ersten Halbzeit auf gleichem Niveau wie Schalke.“ Was allerdings nicht allzu hoch war. Bodzek hatte seine Defensive 45 Minuten lang gut im Griff. Das reichte jedoch nicht aus.

Sobottka wurmt die Niederlage

„In der zweiten Halbzeit war Schalke eiskalt und hat deshalb verdient gewonnen“, merkte Mittelfeldspieler Marcel Sobottka an. Der ehemalige Schalker Jugendspieler wurmte die Niederlage wegen seiner Gelsenkirchener Vergangenheit allerdings nicht zusätzlich. „Jeder Spielverlust tut weh – egal, wie der Gegner heißt.“

Cheftrainer Friedhelm Funkel lobte Einsatzbereitschaft und Kampfgeist, bemängelte aber auch erneut fehlende Cleverness bei seiner Elf – gerade im Vorwärtsgang: „Da müssen wir lernen. Man merkt in gewissen Situationen, dass wir neben Nürnberg die Mannschaft mit der geringsten Bundesliga-Erfahrung stellen.“ Das war natürlich auch auf Benito Raman und seine Großchance in der vierten Minute gemünzt.

Übrigens: Watford-Leihgabe Dodi Lukebakio stand nicht im Fortuna-Kader, weil er zu spät zur Besprechung erschienen war. „Mehr gibt es dazu auch nicht zu sagen“, so Trainer Funkel.

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