2. Fußball-Bundesliga

Fortuna im Hoppeditz-Look verliert in Ingolstadt

Zweite Niederlage in dieser Saison: Fortuna-Spieler nach dem Spiel in Ingolstadt.

Foto: Armin Weigel/dpa

Zweite Niederlage in dieser Saison: Fortuna-Spieler nach dem Spiel in Ingolstadt. Foto: Armin Weigel/dpa

Ingolstadt/Düsseldorf.   Die Düsseldorfer Fortunen verlieren nach der 0:1-Niederlage in Ingolstadt die Tabellenführung der 2. Bundesliga.

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Im neuen Karnevalsdress trat Fortuna Düsseldorf gestern gegen den FC Ingolstadt an. Fast die gesamte erste Halbzeit wurden die Rheinländer im eigenen Strafraum umzingelt. Später bekamen die Fortunen im Hoppeditz-Look mehr Raum, blieben aber ungefährlich. So reichte den Gastgebern aus Bayern ein Tor zum Sieg. Mit dem 0:1 kassierte Düsseldorf die zweite Niederlage der Saison und muss die Tabellenführung der 2. Fußball-Bundesliga an die punktgleiche Sportvereinigung Holstein Kiel abgeben.

Mit dem gesperrten Florian Neuhaus, den verletzten Kapitän Oliver Fink sowie den gesperrten und verletzten Kaan Ayhan fehlten drei Leistungsträger in der Startelf, Spieler von immenser Bedeutung im Spielaufbau. Mit dem FC Ingolstadt, bekannt für frühes und intensives Pressing und mit dem neuen Trainer Stefan Leitl gerade auf Erfolgskurs, kam aus Düsseldorfer Sicht der falsche Gegner zur falschen Zeit. Den frühen Angriffen hatte Fortuna in der ersten Halbzeit wenig entgegenzusetzen. Vor allem der Ingolstädter Topscorer Sonny Kittel sorgte immer wieder für Gefahr. „Ingolstadt besteht nicht nur aus Kittel“, hatte Fortunas Trainer Friedhelm Funkel dem Bezahlsender „Sky“ vor der Partie mitgeteilt und gab der Option Manndeckung eine Absage: „Wir versuchen, ihn zu stellen und aufzuhalten. Das wird aber immer ein anderer Spieler sein.“ Egal, wer dem Stürmer jedoch begegnete, kein Fortune konnte ihn stoppen. Bereits in der fünften Minute legte Kittel für Stefan Kutschke auf. Seine Direktabnahme im Strafraum konnte im letzten Moment vom Düsseldorfer Torhüter Raphael Wolf pariert werden. Fortuna fand nur zwei Minuten später beinahe die passende Antwort. Nach einer herausragenden Brustannahme bekam Håvard Nielsen nicht mehr genug Druck hinter den Ball und spielte direkt in die Arme des Schlussmanns Örjan Nyland.

Fortuna mangelte es an Präzision

Unter Dauerbelagerung hatte der Tabellenführer Düsseldorf den Anspruch, sich spielerisch zu befreien. Doch es mangelte an Präzision, so dass im Gegenzug Ingolstadt am Drücker blieb. Sonny Kittel hatte in der 18. und 29. Minute gleich zweimal die Chance zur Führung. Bis dahin war aber immer ein Düsseldorfer Verteidiger oder Torwart Wolf im Weg. Dann schlug bei Fortuna das Verletzungspech erneut zu. Nach 39 Minuten musste Rechtsaußen Benito Raman behandelt werden. Der dribbelstarke Belgier war bereits angeschlagen in die Partie gegangen und konnte der Mannschaft daraufhin kaum noch helfen. Sonny Kittel, Topscorer der zweiten Liga, nutzte den Vorteil, setzte sich bis kurz vor die Grundlinie durch und spielte wieder in den Rücken der Düsseldorfer Viererkette. Diesmal wartete Alfredo Morales und schob direkt zur Führung ein. „Auch wenn das Tor erst kurz vor der Pause fällt, man hat gesehen, dass es sich bereits angebahnt hat“, gab Fortunas Kaan Ayhan im Telefonat mit „Sky“ zu.

Nach der Pause agierten die Bayern passiver, doch Fortuna konnte diese Chance nicht nutzen. Die Rheinländer kamen fast ausschließlich per Standards in die Nähe des Tors. Die waren aber so schlecht geschlagen, dass keinerlei Gefahr entstand. Nur in der 58. Minute gelang Fortuna nochmal zu einem vielversprechenden Abschluss. Adam Bodzeks Steilpass aus der eigenen Hälfte landete bei Jean Zimmer im gegnerischen Strafraum. Im direkten Duell machte der es Keeper Nyland mit einem Schuss auf Armhöhe jedoch zu einfach.

Das war das letzte Lebenszeichen der Fortuna. Da weiterhin Flanken und Standards ihre Ziele nicht fanden, blieb es bis zum Schlusspfiff beim 0:1.

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