Frauen-WM

England erreicht WM-Viertelfinale - Kamerun streikt

Jubelnde Engländerinnen: Alex Greenwood (l.) feiert ihren Treffer mit Fran Kirby.

Jubelnde Engländerinnen: Alex Greenwood (l.) feiert ihren Treffer mit Fran Kirby.

Foto: Getty Images

Valenciennes  Englands Fußballerinnen sind bei der WM das Viertelfinale eingezogen. Das Team von Trainer Neville besiegte Kamerun in einem kuriosen Spiel 3:0.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Begleitet von heftigen Protesten der Gegnerinnen aus Kamerun sind Englands Fußball-Frauen letztlich souverän ins WM-Viertelfinale eingezogen. Das Team von Trainer Phil Neville setzte sich am Sonntag in Valenciennes nach mehreren Eingriffen des deutschen Videoreferees Bastian Dankert mit 3:0 (2:0) durch und trifft in der nächsten Runde am Donnerstag in Le Havre auf Norwegen. Steph Houghton (15. Minute), Ellen White (45.+4) und Alex Greenwood (58.) erzielten die Tore für die Engländerinnen.

Kurz vor der Halbzeitpause stand die Partie vor einem möglichen Abbruch, als sich die Kamerunerinnen aus Protest gegen die Tor-Entscheidung von Video-Schiedsrichter Dankert am Mittelkreis versammelten. Der deutsche Fifa-Referee hatte die Abseitsentscheidung der unsicheren Schiedsrichterin Liang Qin aus China zurecht revidiert. Erst nach einer mehrere Minuten dauernden Unterbrechung wurde das Spiel wieder fortgesetzt. Im Kabinengang soll es anschließend zu tumultartigen Szenen und heftigen Vorwürfen der Kamerunerinnen gekommen sein. Damit setzten sich die Diskussionen um den Videobeweis bei der Frauen-WM fort.

Hefteige Proteste der Kamerunerinnen

In der zweiten Halbzeit wurde auf Intervention von Dankert der mögliche Anschlusstreffer Kameruns durch Ajara Nchout (48.) wegen einer Abseitsstellung aberkannt. Wieder folgten von den Afrikanerinnen heftige Proteste. Spielführerin Gabrielle Aboudi Onguene musste ihre Kolleginnen erneut überzeugen, weiterzuspielen. Der ehemalige kamerunische Weltstar Samuel Eto'o verfolgte als Tribünengast ungläubig das Geschehen.

Einen möglichen Foulelfmeter für England gab Liang Qin (78.) nach Videostudium schließlich nicht. Alexandra Takounda wurde in der achten Minute der Nachspielzeit nach einem rüden Foul an Houghton mit einer Gelben Karten bestraft, auch diese Szene schaute sich Qin wgen eines möglichen Platzverweises in der Review Area nochmals an. (dpa)

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben