Gladbach

Ein perfektes Jahr geht zu Ende für Gladbachs Julian Korb

Foto: AFP

Neukirchen-Vluyn.  Dem früheren Neukirchen-Vluyner Julian Korb gelang in der abgelaufenen Hinrunde der lang ersehnte Durchbruch in der Fußball-Bundesliga bei Borussia Mönchengladbach. Der 21-Jährige hatte zuvor ein Spiel in der höchsten deutschen Spielklasse absolviert. In dieser Saison kamen bisher gleich acht hinzu. Allesamt in der Startelf.

„Ich hatte natürlich vor der Saison gehofft, dass ich so viele Einsätze wie möglich bekomme. Das hat gut geklappt“, freut sich Julian Korb. Er kann sich heute rechte Außenverteidiger von Borussia Mönchengladbach nennen. Der Sohn von Michael Korb, der für den MSV Duisburg,Rot-Weiss Essen und Union Solingen spielte und auf 85 Zweitliga-Einsätze kam, wuchs in Neukirchen-Vluyn auf und spielte in der Jugend zunächst für Preußen Vluyn und den VfL Tönisberg, ehe er über die Zwischenstation MSV Duisburg in der C-Jugend zu Borussia Mönchengladbach wechselte.

Dort durchlief er alle weiteren Juniorenmannschaften, spielte bereits als A-Jugendlicher für die U23-Mannschaft in der Regionalliga. 2011 gab es zur Belohnung einen Vertrag für die Profi-Mannschaft der Gladbacher „Fohlen“. Mit Ausnahme seines Bundesliga-Debüts am letzten Spieltag der Saison 2011/12, beim 3:0-Sieg beim FSV Mainz 05, kam er jedoch ausschließlich in der U23 zum Einsatz.

Seine Chance kam schließlich am 10. Spieltag dieser Saison im Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt. Eine Woche vor dem Bundesliga-Start durfte er im DFB-Pokal gegen den SV Darmstadt zwar von Beginn an spielen, musste am ersten Spieltag aber wieder für Tony Jantschke weichen. Dieser rückte aufgrund vieler Ausfälle in der Innenverteidigung ins Abwehrzentrum, so dass die Position auf der rechten Seite für Korb frei wurde.

Chance genutzt

„Ich hab’ schon gewusst, dass das die Chance ist, auf die man eben immer gewartet hat, und ich habe versucht, sie zu nutzen“, erinnert sich der Youngster, der seine Sache gut machte: „Meine Mitspieler haben mir auf und neben dem Platz gut geholfen. Sie haben mir Mut zugesprochen. Das war es aber eigentlich auch schon. Sie kennen mich ja schon lange und wussten, was ich kann.“

Dass sich seine Leistungen seitdem durchaus sehen lassen können, weiß der 21-Jährige: „Ich denke, das war von mir insgesamt in Ordnung. Ich habe versucht, meine Stärken einzubringen und der Mannschaft zu helfen. Die Punktausbeute war ja in den Spielen auch nicht die schlechteste, und wir haben nicht viele Gegentore bekommen. Das ist für uns Abwehrspieler das Primärziel.“

Gegen Draxler und Boateng

Dabei hatte Korb alles andere als schwache Gegenspieler. „Das sind ja die gegnerischen Linksaußen. Julian Draxler war stark, auch Kevin Prince Boateng, wenn er mal auf die Seite kam. Aber da muss man eigentlich gar keinen herausheben. Die sind alle schnell und trickreich. Man muss sich immer konzentrieren“, erzählt Korb.

Die nächste Aufgabe wartet schon. Zum Rückrundenstart im Januar kommt der FC Bayern München nach Mönchengladbach.

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