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Gladbach-Manager Max Eberl: „Die Situation ist dramatisch“

Gladbach-Manager Max Eberl.

Gladbach-Manager Max Eberl.

Foto: firo

Mönchengladbach.  Die Deutsche Fußball-Liga hat für Montag Vertreter der 36 Profiklubs zu einer Krisensitzung eingeladen. Wird der Spielbetrieb noch fortgesetzt?

Den Geisterspielen am Wochenende folgt die große Krisensitzung: Am Montag berät die Deutsche Fußball-Liga (DFL) mit Klubvertretern über das weitere Vorgehen. Dabei dürfte auch thematisiert werden, ob und wie der Spielbetrieb fortgesetzt werden kann. Man werde mit DFL-Geschäftsführer Christian Seifert (50) „zusammen versuchen, einen anderen, einen weiteren Schritt zu überlegen“, sagte Max Eberl (46), Sportdirektor von Borussia Mönchengladbach am Mittwochabend.

Gladbach hatte zuvor das erste Geisterspiel der Bundesliga-Geschichte ausgetragen. Die Borussia gewann das rheinische Derby gegen den 1. FC Köln mit 2:1 vor leeren Rängen. Aufgrund der Ausbreitung des Coronavirus waren bei dem Nachholspiel keine Fans im Stadion zugelassen.

Köln-Trainer Gisdol: Wie es weitergeht sollen andere entscheiden

„Die Situation ist dramatisch - in Deutschland, in Europa, auf der ganzen Welt“, sagte Eberl. „Wir wollen nicht die ganze Welt zum Erliegen bringen. Ich glaube, dass auch viele Fans vor dem Fernseher unser Spiel sehen wollen. Natürlich ist es eine andere Voraussetzung, ohne Zuschauer zu spielen. Aber ich glaube, dass wir im ersten Schritt gut und richtig entschieden haben.“

Wie soll es nun im deutschen Fußball weitergehen? „Ich mache mir über diese Dinge nicht so viele Gedanken“, sagte Kölns Trainer Markus Gisdol (50). „Ich nehme es so, wie es ist, brauche die ganze Energie für die Arbeit mit meiner Mannschaft. Das sollen andere Leute entscheiden.“

Gladbach-Trainer Rose: Versuchen, die Dinge sportlich zu entscheiden

Gladbachs Trainer Marco Rose (43) meinte: „Wir sollten versuchen, den Wettbewerb, den wir spielen, so lange wie möglich durchzuziehen, auch wenn es nicht normal ist, dass man ohne Fans spielt.“ Rose betonte: „Es macht überhaupt keinen Spaß. Aber es gibt Aufsteiger, Absteiger, internationale Plätze, die zu vergeben sind. Solange sich das Ding nicht so entwickelt, dass jemand sagt, dass wir jetzt zumachen müssen, sollten wir versuchen, die Dinge sportlich zu entscheiden.“

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hat die kommenden beiden Drittliga-Spieltage bereits verlegt. Die Partien sollen frühestens Anfang Mai nachgeholt werden. Es scheint durchaus möglich, dass nach dem nächsten Wochenende auch in den beiden höchsten deutschen Spielklassen der Ball – zumindest vorerst – nicht mehr rollt.

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