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Gladbach mit Online-Broker als neuem Hauptsponsor

Bald feiern Jonas Hofmann (l.) und Florian Neuhaus in Trikots mit neuem Hauptsponsor-Aufdruck.

Bald feiern Jonas Hofmann (l.) und Florian Neuhaus in Trikots mit neuem Hauptsponsor-Aufdruck.

Foto: AFP

Mönchengladbach.  Bundesligist Borussia Mönchengladbach hat nach dem Ende der Partnerschaft mit Hauptsponsor Postbank einen Nachfolger gefunden. Einen Online-Broker.

Fußball-Bundesligist Borussia Mönchengladbach hat einen Online-Broker als neuen Hauptsponsor gewonnen. Der Name des Unternehmens (Flatex) wird bis 2023 die Brust des kommenden Champions-League-Teilnehmers zieren. Der Deal soll Gladbach nach Informationen der Rheinischen Post pro Saison rund zehn Millionen bringen.

„Über die inhaltlichen Konditionen sagen wir wie immer nichts. Aber es ist auf jeden Fall nicht weniger Geld als vorher“, sagte Borussias Geschäftsführer Stephan Schippers, der zugab: „Die Corona-Krise trifft uns bis ins Mark. Sie ist für uns nicht existenz-, aber substanzbedrohend.“ Vorgänger Postbank überwies erfolgsabhängig maximal 7,5 Millionen Euro jährlich. Schippers verriet bei der Vorstellung des neuen Sponsors: „Es ist nicht weniger“. Nach Informationen der „Rheinischen Post“ soll der neue Sponsor bis zu zehn Millionen Euro jährlich zahlen.

Der neue Sponsor - ein Profiteur“der Krise

Flatex bezeichnete sich derweil als einen „Profiteur“ der aktuellen Krise. „Unser Halbjahresbericht fällt sehr positiv aus, der Aktienkurs ist so hoch wie nie“, sagte CEO Frank Niehage auf einer Pressekonferenz: „Wir wollen noch internationaler werden, das werden wir dank Borussia hinbekommen. Und wir werden hoffentlich in den Jahren der Partnerschaft deutscher Meister werden.“

Der Broker gehört nach eigenen Angaben mit über 350.000 Kunden und über zwölf Millionen abgewickelten Transaktionen zu den führenden Anbietern in Deutschland. Gladbachs bisheriger Hauptsponsor (Postbank) hatte bereits im vergangenen August angekündigt, die Zusammenarbeit nach elf Jahren zu beenden.

Was der Klub mit den Mehreinnahmen machen wird, vor allem mit den Erlösen durch die gelungene Champions-League-Qualifikation? Sportdirektor Max Eberl hält sich bedeckt und plant keinen Transfer-Großangriff. "Wir werden nicht Unsummen ausgeben für die neue Saison, das ist gar nicht möglich", sagte der 46-Jährige jüngst im ZDF-"Sportstudio". (Gold/dpa/sid)

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