Borussia Mönchengladbach

Corona-Krise: So ist der Stand bei Gladbachs Sponsoren

Historisch: Am 11. März trug Borussia Mönchengladbach gegen den 1. FC Köln das erste Geisterspiel der Bundesliga-Geschichte aus.

Historisch: Am 11. März trug Borussia Mönchengladbach gegen den 1. FC Köln das erste Geisterspiel der Bundesliga-Geschichte aus.

Foto: firo

Mönchengladbach.   Auch Gladbach muss große Einbußen durch die Spielpause hinnehmen. Laut Prokurist Guido Uhle verzichten Sponsoren auf mögliche Rückerstattungen.

Fußball-Bundesligist Borussia Mönchengladbach erhält in der Corona-Krise Hilfe von Sponsoren. "Eine Vielzahl von Partnern hat in den Gesprächen sofort signalisiert, auf eine mögliche Rückerstattung von bereits geleisteten Sponsoring-Zahlungen zu verzichten", sagt Guido Uhle, Borussias Prokurist und Sponsoring-Direktor, in einem auf der Klubhomepage veröffentlichten Interview. "Einige Sponsoren haben uns aktiv angerufen, um diesen Verzichtswunsch bei uns zu hinterlegen."

Der Verein will versuchen, seinen Partnern Möglichkeiten zu eröffnen, Werbeleistungen, die ausgefallen sind oder vielleicht demnächst ausfallen, auszugleichen. "Selbstverständlich stehen wir zu unseren vertraglichen Verpflichtungen", sagt Uhle. "Wenn wir diese aktuell aus nachvollziehbaren Gründen nicht umsetzen können, prüfen wir Möglichkeiten, wie wir diese Rechte durch adäquate Leistungen ersetzen können, gegebenenfalls auch erst in der Saison 2020/21."

Uhle sieht Geisterspiele als "einzige Chance"

Das Präsidium der Deutschen Fußball-Liga (DFL) hat aufgrund der Corona-Pandemie eine Verlängerung der Spielpause bis zum 30. April empfohlen. Eine Zustimmung der 36 Profiklubs auf der Mitgliederversammlung am 31. März gilt als sicher. Am 11. März hatte Gladbach gegen den 1. FC Köln noch das erste Geisterspiel der Bundesliga-Geschichte ausgetragen. Die DFL überlegt, die aktuelle Saison mit weiteren Partien vor leeren Rängen zu beenden.

"Der Fußball lebt von Fans, von Stimmung und von Emotionen", sagt Uhle. "Aber aktuell müssen wir festhalten, dass Spiele ohne Zuschauer möglicherweise die einzige Chance sind, diese Saison einigermaßen vernünftig zu beenden."

Der wirtschaftliche Schaden könne mit Geisterspielen verringert werden, wie Uhle erläutert: "Durch eine realisierte Übertragung der Spiele im Fernsehen könnten wir alle TV-relevanten Leistungen vertragskonform erfüllen. Konkret würde das den Schaden, allein auf den Sponsoring-Bereich bezogen, um etwa 70 Prozent reduzieren im Vergleich zu einem Szenario, bei dem die Saison 'heute' beendet wäre." (nb)

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben