Gladbach

Offiziell: Marco Rose verlässt Salzburg und wird neuer Gladbach-Trainer

Marco Rose verlässt Salzburg und heuert in Mönchengladbach an.

Marco Rose verlässt Salzburg und heuert in Mönchengladbach an.

Foto: dpa

Salzburg.  Jetzt herrscht Gewissheit: Der auch von Wolfsburg und S04 beobachtete Marco Rose wird im Sommer Hecking-Nachfolger bei Borussia Mönchengladbach.

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Marco Rose nahm einen tiefen Schluck aus der Wasserflasche, dann ließ er die Katze aus dem Sack. "Im Sommer suche ich eine neue Herausforderung - und die heißt Borussia Mönchengladbach. Ich bin froh, dass es raus ist", sagte der Trainer von RB Salzburg, der seit Wochen mit zahlreichen Klubs in Verbindung gebracht worden war. Das Rennen machte nun die Borussia. Am Niederrhein wird der 42-Jährige Dieter Hecking ablösen, der den Klub vorzeitig verlassen muss.

"Es gab nicht nur eine Anfrage, sondern ein paar mehr", sagte Rose, der für drei Jahre bis 30. Juni 2022 unterschrieb. Vor allem Schalke 04 und der VfL Wolfsburg waren immer wieder als Interessenten genannt worden, doch am Ende gab er dem Werben von Max Eberl nach. Beide hatten sich 2018 kennengelernt, in der Länderspielpause habe es die erste ernsthafte Anfrage gegeben. "Borussia ist ein toller Verein mit großer Geschichte, großen Ambitionen und einer großen Fankultur. Das sind alles Dinge, die mich gereizt haben", sagte Rose.

Erfolg in Salzburg

Der gebürtige Leipziger arbeitete seit 2013 in Salzburg, wo er sich über die Grenzen Österreichs hinaus einen erstklassigen Ruf erarbeitete: 2017 gewann er mit der U19 nach Siegen gegen Paris St. Germain und den FC Barcelona die UEFA Youth League, 2018 wurde er mit den Profis Meister und erreichte das Halbfinale der Europa League. "Marco ist eine sehr große Trainerpersönlichkeit, die gerade heranwächst", sagte Sportdirektor Eberl bei Sky.

Das sieht auch Jürgen Klopp so, der 2004 als Mainz-Trainer mit dem Spieler Marco Rose aufgestiegen war. Noch auf der damaligen Feier habe er, "rabenschwarz betrunken", Rose eine Trainer-Karriere prophezeit, verriet Klopp kürzlich bei Sky Austria. Sein Urteil 15 Jahre später: "Marco kann jeden Job haben, und er kann auch jeden Job machen. Er ist im Moment wirklich der gehypteste von allen. Alle fragen mich nach ihm."

Selbst Platz drei hätte Hecking nicht gerettet

Kein Wunder also, dass Rose, der Klopp als "ein Vorbild" nennt, international gefragt war. Als sich nun die Chance bot, griff Eberl zu - und nahm dafür auch die Trennung von Hecking in Kauf. Selbst Tabellenplatz drei hätte Hecking nicht den Job gerettet, gestand Eberl. "Wir haben über Jahre Informationen über Marco Rose gesammelt. Man weiß nie, wann sich ein Fenster öffnet." Rose sei "nicht zu halten gewesen", sagte auch RB-Sportdirektor Christoph Freund.

Mit Rose hat Eberl den wichtigsten Baustein für seine Neuausrichtung des Vereins somit geholt. Fertig ist er aber noch lange nicht. Noch immer geistert der Name Rouven Schröder durch den Borussia-Park, der jetzige Sportvorstand des FSV Mainz 05 könnte Eberl entlasten. Zudem wartet auf Eberl - und Rose - nun die Kaderplanung, alleine Thorgan Hazard dürfte eine dicke Summe in die Kassen spülen. Die eigentliche Arbeit hat für Gladbachs neues Führungsduo gerade erst begonnen.

Seine bisherige Mannschaft aus Salzburg nahm den Abgang immerhin mit Humor. Am vergangenen Sonntag habe das da bereits eingeweihte Team im Bus die Begegnung zwischen Gladbach und Werder Bremen verfolgt, verriet Rose: "Als Bremen den Ausgleich erzielt hat, hat der ganze Bus gejubelt." (sid)

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