Gladbach

Nicht nur Stindls Rückkehr macht Gladbach Hoffnung

Lars Stindl (Mitte) kurz vor seiner Einwechslung. Daneben: Gladbach-Trainer Marco Rose (links) und Alexander Zickler.

Lars Stindl (Mitte) kurz vor seiner Einwechslung. Daneben: Gladbach-Trainer Marco Rose (links) und Alexander Zickler.

Mönchengladbach.  Borussia Mönchengladbach bleibt trotz der Niederlage Tabellenführer. Trainer Marco Rose ärgert sich nach der Partie über den Videobeweis.

Lars Stindl war es wichtig, sich am Sonntag noch einmal in den Sozialen Medien zu melden. „Schön, wieder auf dem Platz zu stehen“, schrieb der Kapitän von Borussia Mönchengladbach, er ergänzte allerdings: „Schade um das Ergebnis.“

Die kurze Botschaft des 31-Jährigen verdeutlichte ziemlich genau die Gefühlslage der Gladbacher nach der 0:1-Niederlage bei Borussia Dortmund. Die Partie machte dem Klub einerseits Hoffnung, weil die Fohlen bewiesen, dass sie gegen die Dortmunder mithalten konnten. Weil Stindl seine Rückkehr nach sechsmonatiger Verletzungspause wegen eines Schienbeinbruchs feierte. Gleichzeitig verspürten die Mönchengladbacher aber auch Enttäuschung, denn mindestens ein Punktgewinn war in der packenden Partie im Dortmunder Stadion möglich.

Gladbach-Stürmer Embolo scheitert mehrfach

„Wir haben die Dortmunder über weite Strecken nicht ins Spiel finden lassen. Wir waren mutig, haben sie gezwungen, nach hinten zu spielen, und Fehler beim BVB provoziert“, erklärte Christoph Kramer. Für ihn sei dieses Ergebnis deswegen kein Rückschlag, „wobei eine Niederlage immer doof ist“. Aber: „Wir stehen jetzt immer noch bei einem Schnitt von zwei Punkten pro Spiel, das ist top.“ Zudem führen die Gladbacher mit 16 Zählern weiterhin die Bundesliga-Tabelle an.

Dass gegen Dortmund nicht mehr Punkte auf das Konto der Mannschaft vom Niederrhein wanderten, lag zum einen an der mangelnden Chancenverwertung von Breel Embolo. Der Schweizer blieb in der ersten Halbzeit zweimal an seinem Landsmann Roman Bürki hängen. Zum anderen forderte die Elf von Marco Rose kurz vor dem Abpfiff einen Elfmeter. BVB-Verteidiger Mats Hummels hatte bei seiner Rettungstat den Ball und auch den Fuß von Patrick Herrmann getroffen. „Das zeigt wieder, dass der Videobeweis eine tolle Sache ist, wenn es um Abseits geht, aber ansonsten steckt mir da zu viel Willkür drin. Wenn man sich so was nicht anschaut und das kein Elfmeter ist, dann brauchen wir das nicht“, erklärte Marco Rose, der die Gelbe Karte sah, weil er sich am Spielfeldrand lautstark beschwerte.

Der Trainer blickt allerdings trotz der Niederlage zuversichtlich in die Zukunft. „Wir haben ordentlich gespielt, aber müssen dorthin kommen, dass wir solche Spiele gewinnen“, erklärte er. „Wir ärgern uns, dass wir das nicht geschafft haben, aber wir können einige positive Dinge mitnehmen.“

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