Borussia Mönchengladbach

Trotz Sturm-Warnung: Gladbach hofft auf ein packendes Derby

Auf Gladbachs Breel Embolo könnte es im Derby gegen Köln ankommen.

Auf Gladbachs Breel Embolo könnte es im Derby gegen Köln ankommen.

Foto: imago

Mönchengladbach.  Ob Gladbach gegen den 1. FC Köln antritt, ist wegen des heraufziehenden Orkantiefs noch unklar. Eine Entscheidung soll am Sonntagmorgen fallen.

Breel Embolo und Denis Zakaria lachten und scherzten, während Marco Rose einige Meter entfernt Autogramme schrieb. Einige Fans ließen sich nach der Einheit am Freitagmorgen noch mit dem Trainer von Borussia Mönchengladbach fotografieren, der dabei stets freundlich lächelte. Passend zur offensichtlich guten Stimmung bei den Fohlen strahlte die Sonne von einem wolkenlosen Himmel über dem Borussia-Park. Ein Kontrastprogramm zu diesen äußeren Bedingungen ist allerdings am Sonntag zu erwarten, wenn Gladbach zum 90. rheinischen Bundesliga-Derby gegen den 1. FC Köln antritt (15.30 Uhr/Sky). Dann dürfte es sehr ungemütlich werden.

Denn der Deutsche Wetterdienst warnt vor einem Sturmtief mit Orkanböen und viel Regen. Die Gladbacher Verantwortlichen gingen dennoch gestern davon aus, dass die Partie wie geplant ausgetragen werden kann. „Im Moment sieht es eher so aus, dass der heftigste Teil des Sturms nach dem Spiel aufziehen soll“, sagte Pressesprecher Markus Aretz. Der Klub werde die Lage weiter beobachten, eine Entscheidung könne erst am Spieltag fallen.

Gladbach-Stürmer Pléa fehlt gesperrt

Wenn das Derby stattfinden kann, befindet sich Alassane Pléa in der Zuschauerrolle. Beim Hinrundenduell in Köln hatte der 26 Jahre alte Franzose noch den Treffer zum 1:0-Sieg erzielt. Im zweiten Aufeinandertreffen aber fehlt der Stürmer, weil er am vergangenen Samstag im Topspiel bei RB Leipzig (2:2) Gelb-Rot gesehen hatte. Nach dem Platzverweis nahm Trainer Marco Rose Marcus Thuram vom Feld und wechselte Breel Embolo ein. Am Sonntag könnte der ehemalige Profi des FC Schalke 04 nun wieder in der Startelf stehen.

„Wir sind noch nicht am Ende unseres Denkprozesses“, sagte Rose mit Blick auf Embolos mögliche Rückkehr in die Anfangsformation. „Aber die Chance ist grundsätzlich da.“ Für Embolo könnte das Spiel eine Möglichkeit sein, sich wieder dauerhaft für die erste Elf zu empfehlen. Nach seinem enttäuschenden Auftritt im Duell mit seinem früheren Klub Schalke (0:2) zum Rückrunden-Auftakt saß er beim Heimspiel gegen den FSV Mainz 05 (3:1) zunächst auf der Bank.

Der Schweizer Nationalspieler Breel Embolo bringt Eigenschaften mit, die gegen den FC besonders gefragt sein dürften. Schnelligkeit. Durchsetzungsvermögen. Entschlossenheit im Abschluss. Sechs Saisontreffer und zwei Torvorlagen gehen auf sein Konto – diese acht Scorerpunkte verbuchte der 22-Jährige aber in der Hinrunde. In Köln war er über die gesamte Spieldauer im Einsatz und bot dabei eine ordentliche Leistung. Nun ist er bereit für das zweite Kräftemessen mit den Kölnern, die sich im Aufwind befinden.

Viel Selbstvertrauen beim 1. FC Köln

Der FC gewann fünf seiner vergangenen sechs Partien. „Köln wird mit viel Selbstvertrauen hierhin kommen“, meinte Rose. Seine Mannschaft, die aktuell Rang vier belegt, feierte im eigenen Stadion acht Liga-Siege in Serie.„Es wird ein spannendes und intensives Derby“, sagte der 43-Jährige. Für ihn ist dieses Derby das erste Duell mit den Kölnern im Borussia-Park. Rose: „Das ist sehr wichtig für die Menschen hier und in Köln. Für uns ist es ein wichtiges Bundesligaspiel und für die Fans geht es ein bisschen über ein normales Spiel hinaus.“

In Gladbach sind erhöhte Sicherheitsmaßnahmen mit einem Großaufgebot der Polizei geplant. „Die vergangenen vier Derbys sind vor allem auf dem Platz ausgetragen worden“, sagte Sportdirektor Max Eberl. „Ich wünsche mir, dass es am Sonntag Emotionen auf dem Platz gibt, es daneben aber ruhig bleibt.“

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