Kommentar

Heiko Herrlich hätte keinen Freispruch verdient gehabt

Diskussionen nach der Schwalbe von Heiko Herrlich.

Foto: firo

Diskussionen nach der Schwalbe von Heiko Herrlich. Foto: firo

Essen.  Leverkusen-Trainer Heiko Herrlich muss nach seiner peinlichen Schwalbe eine Geldstrafe zahlen. Er sollte zufrieden sein. Ein Kommentar.

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Es gibt einen entscheidenden Unterschied zwischen den bekanntesten Schwalben deutscher Fußballprofi-Trainer während ihrer Arbeit an der Seitenlinie. Nämlich den des verbalen Nachspiels.

Den ehemaligen Duisburger Trainer Norbert Meier, Prototyp des Schauspielers am Arbeitsplatz, kostete am Nikolaustag 2005 die vorgetäuschte Kopfnuss im Nasenduell mit dem damaligen Kölner Albert Streit den Job. Die Strafe fiel drastisch aus, weil Meier auch in der Pressekonferenz davon sprach, eine Wunde davongetragen zu haben. Die TV-Bilder widerlegten das.

Meiers Reue kam am Tag darauf zu spät. Der MSV reagierte auf das vom DFB verhängte dreimonatige Berufsverbot seines Trainers konsequenterweise mit der Entlassung.

Heiko Herrlichs Fall beim Pokalabend in Gladbach ist vom DFB deshalb günstig bewertet worden, weil sich der Leverkusener Trainer in der Pressekonferenz umgehend für seine Theatralik entschuldigt hatte.

Ehrlich gemeint oder einfach nur clever?

Ob ehrlich gemeint oder einfach nur clever? Herrlichs Verhalten an der Seitenlinie jedenfalls war eine grobe Unsportlichkeit, die eine Spielsperre gerechtfertigt hätte. Die hätte dem Trainer mehr weh getan als 12 000 Euro, die er aus seiner Portokasse spendet. Er sollte zufrieden sein: Einen Freispruch hätte er nicht verdient gehabt.

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