Fußball

Hertha: Preetz braucht einen exzellenten Dardai-Nachfolger

Noch Hertha-Trainer: Pal Dardai.

Noch Hertha-Trainer: Pal Dardai.

Foto: firo Sportphoto / Fabian Simons

Berlin.  Hertha BSC wechselt in der Sommerpause den Trainer: Pal Dardai muss gehen. Für Manager Michael Preetz ist das sehr riskant.

Am Ende ging es schnell. Am Montagvormittag hatte Pal Dardai gesagt, er spüre das Vertrauen von seinen Spielern, dem Manager und dem Präsidenten: „Ich habe vom Manager nichts gehört, dass er unzufrieden ist.“ Am Montagabend und Dienstagmorgen hat der Hertha-Trainer von Michael Preetz gehört. Nach zwei Gesprächen zwischen dem Hertha-Manager und Dardai stand die Entscheidung: Mit dem Saisonfinale am 18. Mai gegen Bayer Leverkusen ist Schluss für Dardai als Hertha-Trainer.

Hertha BSC: Finanzchef Schiller sucht einen großen Investor

Zumindest bei den Profis, denn wie der Fußball-Bundesligist am Dienstag mitteilte, werde der Ungar „im Sommer 2020 als Nachwuchstrainer einsteigen“. Preetz, der im Januar noch angekündigt hatte, Dardai werde den aktuellen Tabellenelften auch in der Saison 2019/20 trainieren, erklärte: „Wir sind gemeinsam zu dem Entschluss gekommen, dass ein neuer Impuls im Sommer der richtige Schritt für Hertha BSC ist.“ Dardai, 43 Jahre alt, bedankte sich artig für „intensive und ereignisreiche Jahre“. Er sei „sehr stolz darauf, was wir in dieser Zeit gemeinsam erreicht haben“.

Man ordnet die Ereignisse aber durchaus richtig ein, dass es die sportliche Leitung um Preetz ist, die einen neuen Trainer will. Die Entscheidung hat nur vordergründig mit der aktuellen Serie von fünf Niederlagen zu tun. Herthas Chefetage will hoch hinaus. Die Träume sind kühn. Finanzchef Ingo Schiller ist schon länger auf der Suche nach einem großen Investor. Der Hauptstadt-Klub will Anschluss finden an die Topvereine der Liga, die regelmäßig international im Einsatz sind. Dafür soll ein neuer Trainer her, ein richtig großer Name, mit dem sich dieses Vorhaben angreifen lässt.

Die Spekulationen, wer Dardai-Nachfolger wird, schießen seither ins Kraut: Ob Ex-Bundestrainer Jürgen Klinsmann, David Wagner, ein Freund von Jürgen Klopp und Aufstiegstrainer mit Huddersfield Town in England, Roger Schmidt, in China bei Beijing Guoan unter Vertrag oder Namen die gerade auf dem Markt sind wie Alexander Zorniger, Domenico Tedesco, Dieter Hecking, Peter Stöger oder Andries Jonker. Im Vip-Regal der Trainer-Gilde wird sich Hertha nicht bedienen können, für richtig große Namen wie José Mourinho oder Antonio Conte fehlt das Geld – zumindest noch.

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