Champions League

Messis Streiche machen Barcelona zum Favoriten

Wieder einmal unvergleichlich gut: Lionel Messi vom FC Barcelona.

Wieder einmal unvergleichlich gut: Lionel Messi vom FC Barcelona.

Foto: Reuters

Barcelona.  Der 31-Jährige brilliert gegen Manchester United – das dürfte sich auch für ihn persönlich im Saisonverlauf noch auszahlen

Es gibt diese Abende, an denen Lionel Messi nicht nur alle Gegner narrt. Sondern das auch als Komödie inszeniert. An denen er wie ein Kobold wirkt, der in sich hinein zu grinsen scheint.

Im Viertelfinal-Rückspiel der Champions League seines FC Barcelona gegen Manchester United, das die Katalanen mit 3:0 gewannen und mit dem sie erstmals seit drei Jahren wieder ins Halbfinale einzogen, stachen dabei besonders die Duelle mit Phil Jones hervor. Kein Maskenbildner hätte es besser arrangieren können: der kantige Brite, der zu seinen kurzen Haaren ein Stirnband trug und damit aussah wie ein Rugbyspieler, war perfekt für die Rolle des gelackmeierten Tollpatsch.

Messi entscheidet das Spiel

Als sich Messi in der letzten Minute der ersten Halbzeit bei einer Annahme mit dem Rücken zu Jones trotz allem Drücken, Stoßen und Reißen um die eigene Achse drehte und den Ball im folgenden Spurt dem schnaufenden Abwehrmann durch die Beine schob, verhinderte Torwart David De Gea zwar den sicher scheinenden Treffer durch Sergi Roberto. Die Partie war trotzdem längst entschieden. Durch Messi, natürlich. In der 16. Minute hatte er den Ball erobert, Fred getunnelt und in seinem Lieblingssketch von der Strafraumgrenze mit links unten links eingeschossen. Vier Minuten später half De Gea beim zweiten Treffer tatenreich mit. In der zweiten Halbzeit folgte noch ein Treffer durch Philippe Coutinho, die Addition aus dem 3:0 mit dem 1:0 des Hinspiels bedeutete das klarste Europapokal-Ausscheiden in der Geschichte Manchester Uniteds.

Solksjaer erkennt einen Klassenunterschied

„Mehrere Level“ Klassenunterschied musste dessen Trainer Ole Gunnar Solksjaer anerkennen. „Wir haben ein spektakuläres Bild abgegeben“, jubilierte derweil Messi: „Wir haben gezeigt, wer wir sind.“ Wer er ist, vor allem.

Barcelona scheint so fest auf dem Weg zum dritten Triple der Vereinsgeschichte zu sein wie Messi zu seiner sechsten Krone als bester Champions-League-Schütze (bisher zehn Tore). Und nach dem Ausscheiden von Cristiano Ronaldo sowie bereits zuvor dem von Neymar, Mbappé oder Griezmann wohl auch zu seiner sechsten Auszeichnung als Weltfußballer des Jahres.

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