Kaderplanung

Beim MSV Duisburg sind noch sechs Stellen im Kader frei

Ein junges, aber altbekanntes Gesicht, das bei den Fans hoch im Kurs steht: Mittelfeldspieler Lukas Daschner.

Ein junges, aber altbekanntes Gesicht, das bei den Fans hoch im Kurs steht: Mittelfeldspieler Lukas Daschner.

Foto: Mark Bohla

Duisburg.   Der MSV Duisburg will mit 20 Feldspielern und drei Torhütern in die neue Saison gehen. In allen Mannschaftsteilen besteht allerdings noch Bedarf.

Die Formel beim Fußball-Drittligisten MSV Duisburg lautet 20 plus drei. 20 Feldspieler und drei Torhüter soll der Kader des Zweitliga-Absteigers für die neue Saison umfassen. Dies machte Sportdirektor Ivica Grlic deutlich. Aktuell stehen 16 Feldspieler und ein Keeper auf der Personalliste. Die neue Formel, die es idealerweise so schnell wie möglich zu lösen gilt, lautet somit vier plus zwei.

So stellt sich der aktuelle Kader mit der Formel 16 plus eins dar:

Torhüter: Torwarttrainer Sven Beuckert (45) scherzte am Sonntag am Rande des Testspiels in Wanheim, dass er zur Not ins Training einsteigen könne. Damit dem Fan das Lachen nicht vergeht, muss Sportdirektor Grlic noch zwei Kollegen für Youngster Jonas Brendieck (20) verpflichten. Priorität genießt naturgemäß die Suche nach der klassischen Nummer eins. Probespieler Tobias Trautner, zuletzt Ersatzmann beim Drittliga-Absteiger Sportfreunde Lotte, erfüllt dieses Kriterium nicht.

Abwehr: Sieben Defensivspezialisten stehen derzeit im Kader. Sebastian Neumann (28) ist hier Alterspräsident. Ob er nach seiner Hüftoperation zum Saisonstart bei 100 Prozent sein kann, ist noch offen. Thomas Blomeyer kehrte weitgehend ohne Spielpraxis aus Lotte zurück. Zebrastallgeruch bringen Migel-Max Schmeling und Vincent Gembalies mit. Der Ex-Paderborner Lukas Boeder ist der erfahrenste Neuzugang. Arne Sicker und Joshua Bitter müssen sich in der 3. Liga erst noch etablieren. Hier täte noch mindestens ein gestandener Haudegen der Defensive gut.

Mittelfeld: Hier gibt es unter den sieben Spielern fünf bekannte Gesichter: Moritz Stoppelkamp, Tim Albutat, Ahmet Engin, Lukas Daschner und Joseph-Claude Gyau (wenn denn der Flügelspieler nicht doch herumzicken sollte, um einen Wechsel in die USA zu realisieren). Neu sind die Regionalliga-Spieler Lukas Scepanik und Arnold Budimbu.

Schnellhardt schwer zu ersetzen

Auch im Mittelfeld besteht noch Handlungsbedarf. Der MSV benötigt einen Nachfolger für Fabian Schnellhardt – auch wenn Trainer Torsten Lieberknecht bereits deutlich machte, dass Schnellhardt nicht zu ersetzen ist. Lieberknecht: „Unsere Spielidee steht im Vordergrund.“

Angriff: Erst zwei Stürmer sind an Bord. Sinan Karweina kam verletzt aus Lotte und kann erst mit Verspätung die volle Trainingsbelastung aufnehmen. Mit dem Niederländer Vincent Vermeij heuerte ein gestandener Profi an. Die Erwartungen sind hoch. Er muss auf dem Platz das abliefern, was seine Vorgänger in der letzten Saison vermissen ließen. Der schöne Satz, dass sich Stürmer nicht allein an Toren messen lassen müssen, mag stimmen, aber in Duisburg mag das im Moment niemand mehr hören.

Im Angriff sind neben Vermeij noch zwei Planstellen offen.

Für alle offenen Stellen gilt: Will der MSV tatsächlich im Kampf um den Aufstieg nicht schweigen, sondern ein Wörtchen mitreden, wird es mit weiteren talentierten, jungen, und wuseligen Spielern nicht getan sein.

Leserkommentare (3) Kommentar schreiben