Absage

Dem MSV Duisburg bleiben Geisterspiele vorerst erspart

Leere Ränge in der Arena: Spiele unter Ausschluss der Öffentlichkeit sind für den MSV Duisburg keine Option.

Leere Ränge in der Arena: Spiele unter Ausschluss der Öffentlichkeit sind für den MSV Duisburg keine Option.

Foto: Rolf Vennenbernd / dpa

Duisburg.  Der MSV Duisburg hatte sich gegen Geisterspiele in der 3. Liga ausgesprochen. Der DFB hat nun die kommenden beiden Spieltage verlegt.

In der 3. Fußball-Liga ruht zumindest für eine Woche der Ball. Der Deutsche Fußball-Bund gab am Mittwoch bekannt, dass er die Spieltage 28 und 29 wegen der Corona-Krise verlegt. Damit fallen für den MSV Duisburg die für Samstag angesetzte Partie beim TSV 1860 München und das Heimspiel gegen den FC Carl Zeiss Jena am kommenden Mittwoch aus. Laut Pressemitteilung des DFB sollen die beiden Spieltage frühestens Anfang Mai nachgeholt werden.

Angesichts der großen Unsicherheit ist dies natürlich nicht in Stein gemeißelt. Was ab Spieltag 30 passieren wird, ist noch offen. Der DFB hat die Drittliga-Klubs zu einer außerordentlichen Versammlung am Montag nach Frankfurt eingeladen. Für den MSV steht am 30. Spieltag eine Heimpartie gegen den Chemnitzer FC für Samstag, 28. März, im Terminkalender.

Der DFB brauchte lange, um diese Entscheidung zu treffen. Dabei hatte der Verband schon am Dienstag erklärt, dass Verlegungen gegenüber Spielen ohne Publikum zu präferieren seien. Geisterspiele hätten vor allem die „Finanzminister“ in den Klubs in Schrecken versetzt.

Dem MSV Duisburg drohten immense Einbußen

MSV-Geschäftsführer Michael Klatt hatte sich im Vorfeld der DFB-Entscheidung klar gegen Spiele vor leeren Rängen geäußert. „Jedes Spiel ohne Zuschauer kostet uns schätzungsweise 260.000 Euro“, rechnete der 51-Jährige vor. Geisterspiele wie in der Bundesliga würden die ohnehin nicht auf Rosen gebetteten Drittligisten in eine Schieflage bringen.

Die Stadt Duisburg gab zudem am Dienstag bekannt, dass „alle Veranstaltungen mit einer Besucherzahl von über 1000 Personen gemäß dem Erlass des Landes NRW auf Basis einer Allgemeinverfügung abgesagt werden.“ Diese gelte bis auf weiteres.

Auch der TSV 1860 München hatte sich gegen Geisterspiele ausgesprochen. Am Dienstag hatte Löwen-Geschäftsführer Günther Gorenzel gefordert, der DFB müsse eine einheitliche Lösung finden, um Wettbewerbsverzerrungen zu verhindern.

Gekaufte Tickets bleiben weiter gültig

Der MSV Duisburg hat derweil den Kartenvorverkauf für die Auswärtspartie beim 1. FC Kaiserslautern (Samstag, 28. März) gestoppt. Wie der Verein zudem mitteilte, behalten bereits erworbene Tages-Eintrittskarten für die beiden verlegten Spiele in München und gegen Jena ihre Gültigkeit. Über mögliche Umtausch-Modalitäten will der MSV erst entscheiden, wenn der DFB die Partien neu angesetzt hat.

Die Mannschaft von Trainer Torsten Lieberknecht hatte sich in den letzten Tagen mit den gewohnten Abläufen auf eine mögliche Partie in München vorbereitet. Der zuletzt verletzte Außenverteidiger Arnd Sicker kehrte dabei ins Mannschaftstraining zurück.

Am Donnerstag werden sich im Rahmen einer Pressekonferenz Michael Klatt, Torsten Lieberknecht und Ivica Grlic zur aktuellen Situation äußern.

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