MSV Duisburg

Stoppelkamp ist die personifizierte Torgarantie des MSV

Am Samstag griff Moritz Stoppelkamp nach dem Sieg über Zwickau m Duisburger Fanblock zum Mikrofon.

Am Samstag griff Moritz Stoppelkamp nach dem Sieg über Zwickau m Duisburger Fanblock zum Mikrofon.

Foto: firo Sportphoto / Volker Nagraszus

Duisburg.  Moritz Stoppelkamp war bislang in jedem Ligaspiel des Zweitligisten MSV Duisburg erfolgreich und führt mit sieben Treffern die Torjägerliste an.

Es kann nicht alles perfekt laufen. Moritz Stoppelkamp musste sich am Samstag mit einem letzten Platz begnügen. Bei der Abstimmung zum „Tor des Monats Juli“ bei der ARD-Sportschau wurde der 32-Jährige mit seinem Treffer zum 2:1 im Auftaktspiel des Fußball-Drittligisten MSV Duisburg gegen die SG Sonnenhof Großaspach nur Fünfter. Aaron Opoku vom Ligakonkurrenten Hansa Rostock gewann mit 37 Prozent die Abstimmung. Stoppelkamp erhielt zwölf Prozent der Stimmen.

Der Duisburger wird’s verkraften. Stoppelkamp eilt in dieser Saison von einem Superlativ zum nächsten. Er ist derzeit die personifizierte Torgarantie des MSV, er trifft in jedem Ligaspiel. Zweimal landete der gebürtige Buchholzer einen Doppelpack. Mit sieben Treffern führt er die Torschützenliste der 3. Liga vor Albert Bunjaku (Viktoria Köln, sechs Treffer) an. Im Fachmagazin Kicker ist Stoppelkamp mit einem Notenschnitt von 1,80 aktuell der Top-Spieler der Liga. Auf Rang zwei liegt Undav Deniz (SV Meppen, 2,33).

Stoppelkamp liegt auf Kurs, neue persönliche Bestmarken aufzustellen. In den Zweitliga-Spieljahren 2017/18 (beim MSV) und 2009/10 (bei Rot-Weiß Oberhausen) verbuchte er mit jeweils neun Treffern seine Spitzenwerte. Und auch die MSV-Torquoten der vergangenen Jahre könnte Stoppelkamp schon bald toppen. In der letzten Saison führte Abwehrspieler Kevin Wolze mit neun Toren die interne Torjägerliste an. Vor zwei Jahren stand Borys Tashchy mit elf Treffern an der Spitze. In der Drittliga-Saison 2014/15 ließen es die Meidericher zum letzten Mal in der Offensive angemessen krachen. Zlatko Janjic erzielte damals 17 Treffer, Kingsley Onuegbu 14. Stoppelkamp erlebte in seiner Duisburger Zeit Höhen und Tiefen. In der Saison 2017/18 erzielte der damalige Neuzugang neun Treffer. Im Abstiegsjahr war er hingegen nur noch dreimal erfolgreich.

Nach dem 3:1-Sieg über den FSV Zwickau kletterten einige MSV-Profis wieder auf den Zaun der Fantribüne und feierten mit den Anhängern. Diesmal war auch Moritz Stoppelkamp dabei und gab eine Gesangseinlage zum Besten. „Ich hatte das zuletzt ein paar Mal abgelehnt“, sah der MSV-Kapitän nun aber die Zeit gekommen. Der Topscorer würdigte den Einsatz der Zuschauer. Es sei nach der letzten Saison keine Selbstverständlichkeit, so eine Unterstützung zu erfahren. Stoppelkamp: „Wir machen das nicht, um uns selbst zu feiern. Das haben sich die Fans verdient. Die Fans haben einen unglaublichen Anteil daran, dass es zurzeit so gut bei uns läuft.“

Bislang drei Torschützenkönige

An die Torjägerkrone der 3. Liga denkt Stoppelkamp nach eigenem Bekunden nicht: „Letztlich ist es doch völlig egal, wer die Tore schießt – Hauptsache, wir gewinnen unsere Spiele.“

Erst dreimal stellte der MSV Duisburg in seiner Geschichte im Profifußball einen Torschützenkönig – jeweils in der 2. Bundesliga. In der Saison 1983/84 sicherte sich Roland Wohlfarth mit 30 Treffern die Torjägerkanone. In der Saison 1990/91 lag Michael Tönnies mit 29 Toren in der Endabrechnung vorne. In der Saison 2008/09 teilte sich der Duisburger Cédric Makiadi mit 16 Treffern den ersten Platz mit Marek Mintal (1. FC Nürnberg).

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