MSV Duisburg

Endspiel für den MSV Duisburg gegen den SV Sandhausen

Havard Nielsen (links) und Kevin Wolze wollen am Samstag gegen den SV Sandhausen so jubeln wie zuletzt gegen den 1. FC Köln.

Havard Nielsen (links) und Kevin Wolze wollen am Samstag gegen den SV Sandhausen so jubeln wie zuletzt gegen den 1. FC Köln.

Foto: dpa/Roland Weihrauch

Duisburg.   Um weiter auf den Klassenerhalt ín der 2. Bundesliga hoffen zu können, braucht der MSV Duisburg im Heimspiel gegen den SV Sandhausen drei Punkte.

Torsten Lieberknecht, Trainer des Fußball-Zweitligisten MSV Duisburg, erzählte bei der Pressekonferenz zum Heimspiel gegen den SV Sandhausen (Samstag, 13 Uhr), dass er bei der Lektüre der Presse der letzten Tage über die Formulierung „endiges Endspiel“ gestolpert sei. „Ich kenne das Wort endig nicht. Ich habe im Duden nachgeschaut und nichts gefunden. Ich war dann sogar auf christlichen Schriften unterwegs“, berichtete der Coach.

Lieberknecht sagte, dass er mit dem Begriff „ultimativ“ mehr anfangen kann. Auch wenn nach dem Match gegen die Sandhäuser noch vier Partien zu spielen sein werden, weiß nicht nur der Trainer, dass heute ein Sieg Pflicht ist, sollte die 2. Liga für die Meidericher nicht eine endliche Angelegenheit werden. Also ist es ein ultimatives Endspiel. Gegen diese Formulierung hat der Trainer nichts einzuwenden.

MSV-Konkurrent Magdeburg spielt in Regensburg

Der Blick auf die Tabelle verdeutlicht den Ernst der Lage. Gegner Sandhausen belegt mit 30 Punkten Rettungsplatz 15, der MSV ist mit 23 Zählern Schlusslicht. Der 1. FC Magdeburg, der am Sonntag beim SSV Jahn Regensburg spielt, steht mit 27 Punkten auf dem Relegationsrang. Gewinnt der MSV und verliert Magdeburg, sähe die Welt für die Zebras schon wieder besser aus. Auch Spieler und Verantwortliche des FC Ingolstadt 04 drücken Regensburg die Daumen. Der Tabellenvorletzte (23 Punkte) ist am Sonntag bei Arminia Bielefeld am Ball.

Der SV Sandhausen ist das Beispiel dafür, dass es aus vermeintlich hoffnungsloser Lage einen Ausweg geben kann. Anfang März lagen die Sandhäuser nach einer 0:3-Heimpleite gegen Aue fünf Punkte hinter Rang 15 als Schlusslicht abgeschlagen. Doch Trainer Uwe Koschinat schaffte die Wende, holte mit seinem Team aus den letzten fünf Partien 13 Punkte.

Der Sandhäuser Coach – der Mann saß im Mai 2017 auf der Bank von Fortuna Köln, als der MSV die Rückkehr in die 2. Bundesliga perfekt machte – richtet sich auf ein heißes Duell ein. „Für unseren Gegner geht es um die letzte Chance. In Duisburg werden die Messer gewetzt sein. Nur wenn wir genauso kriegerisch auftreten, werden wir bestehen“, so Koschinat.

MSV hofft auf Bomheuer

Der Sandhäuser Trainer zeigte sich beeindruckt vom Auftreten der Zebras beim 4:4 gegen Spitzenreiter 1. FC Köln. MSV-Trainer Torsten Lieberknecht wünscht sich, dass seine Mannschaft auch im Abstiegskrimi gegen Sandhausen mit dieser Kampfkraft, dieser Moral und dieser Durchschlagskraft in der Offensive zu Werke gehen wird und so auch die Fans mit ins Boot holen wird.

Für eine gute Defensivarbeit war das Köln-Spiel hingegen kein Beispiel mit Vorbildcharakter. Ohnehin wird es Zeit, dass der MSV endlich hinten seinen Laden dicht macht. In den letzten drei Partien kassierten die Meidericher jeweils vier Treffer. Torwart Felix Wiedwald verhinderte dabei noch Schlimmeres.

Vielleicht reicht es kurzfristig ja doch noch für Innenverteidiger Dustin Bomheuer, der zuletzt muskulär indisponiert war. Der Einsatz von John Verhoek (Knöchelprellung) ist fraglich. Mittelfeldspieler Lukas Fröde fällt weiterhin mit einem Muskelfaserriss aus.

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