Derby-Newsblog

MSV Duisburg gegen Rot-Weiss Essen: RWE-Fans beklagen Bahn-Chaos bei Abreise

| Lesedauer: 16 Minuten
Fans von Rot-Weiss Essen laufen vom Bahnhof Schlenk aus zum Spiel beim MSV Duisburg.

Fans von Rot-Weiss Essen laufen vom Bahnhof Schlenk aus zum Spiel beim MSV Duisburg.

Foto: ffs

Duisburg.  Der MSV Duisburg und Rot-Weiss Essen trafen am Freitagabend aufeinander (2:2). Alle Infos rund um das Spiel gibt es in diesem Newsblog.

  • Der MSV Duisburg traf am Freitagabend in Duisburg auf Rot-Weiss Essen. Erstmals seit 2007 standen sich beide Revierklubs in einem Ligaspiel gegenüber. RWE erkämpfte sich nach 0:2-Rückstand ein 2:2-Remis.
  • Die Begegnung war mit 28.200 Zuschauern ausverkauft. Mehr als 5000 Fans kamen aus Essen. Die Polizei war mit einem massiven Aufgebot im Einsatz. Zwei Stunden vor dem Spiel war die Verkehrslage rund um Duisburg sehr angespannt.
  • Die Polizei Duisburg zog ein positives Fazit. Größere Zwischenfälle habe es nicht gebeben, An- und Abreise hätten funktioniert. Fans von Rot-Weiss Essen beklagen jedoch enorme Wartezeiten nach dem Spiel in Duisburg.
  • MSV Duisburg gegen Rot-Weiss Essen elektrisiert die Anhänger. Vor dem Spiel kam es zu Schmähgesängen und Provokationen, während des Spiels wurde im RWE-Block massiv Pyrotechnik gezündet, einzelne Auseinandersetzungen gab es nach dem Spiel. In Mülheim flog eine Flasche auf MSV-Fans. Die Polizei Duisburg hat Ermittlungen eingeleitet.

Das erste Pflichtspiel-Derby seit 2007 zwischen dem MSV Duisburg und Rot-Weiss Essen in der 3. Liga elektrisierte Fans und Spieler rund um beide Teams. 28.200 Zuschauer waren in der Schauinsland-Reisen-Arena dabei, mehr als 5000 Fans kamen aus Essen, . In diesem Newsblog informieren wir Sie rund um die Uhr über das Revierderby zwischen dem MSV und RWE.

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2:2! Derby-Spektakel - Rot-Weiss Essen holt 0:2 beim MSV Duisburg auf

19:02 Uhr: In ihrem Bericht hatte die Duisburger Polizei von einer "größtenteils unproblematischen Rückreise aus Duisburg" für die RWE-Fans berichtet. Ein Bericht aus der Fanszene von Rot-Weiss Essen widerlegt diese Schilderung. Wie ein Blogger des Magazins "turus.net" in seinem Derby-Bericht schreibt, habe es "großes Chaos" bei der Abreise aus Duisburg gegeben. Demnach hätten viele RWE-Fans bis weit nach 23 Uhr am Bahnhof Schlenk warten müssen. "Es war dunkel, die Fans standen dicht gedrängt unter der Eisenbahnbrücke und wurden nach und nach auf den Bahnsteig gelassen. Die Polizei schrieb später von 'kleineren Verzögerungen im Bahnverkehr'. Interessante Interpretation", schreibt der Blogger. Organisation bei Anreise und Abreise der Fans sei "eine Vollkatastrophe" gewesen.

13:20 Uhr: Lesen Sie auch: Kommentar:

09:45 Uhr: Die Nacht nach dem Derby ist in Duisburg ruhig geblieben, es gab keine weiteren Vorkommnisse, teilt die Polizei Duisburg am Samstagmorgen dieser Redaktion mit. "Ansonsten normale Lage", erklärt Polizeisprecherin Jacqueline Grahl.

08:44 Uhr: Die Duisburger Polizei hat ein positives Fazit gezogen. Das Revierderby zwischen dem MSV Duisburg und Rot-Weiss Essen (2:2) sei ohne größere Zwischenfälle verlaufen. Allerdings sind in insgesamt sechs Fällen Fußballanhänger aneinandergeraten - hierzu wurden Ermittlungsverfahren eingeleitet. Außerdem laufen Ermittlungen wegen der im Stadion gezündeten Pyrotechnik. Die Polizei wertet unter anderem Videoaufnahmen aus.

Mehr News zum Derby MSV Duisburg gegen Rot-Weiss Essen

0:01 Uhr: Damit endet unser Newsblog für diesen ereignisreichen Tag. Weitere News zum Revierderby zwischen dem MSV Duisburg und Rot-Weiss Essen gibt es am Samstagmorgen in diesem Artikel und auf unseren Seiten.

23:05 Uhr: MSV Duisburg: Ekene auf verlorenem Posten, Stoppelkamp überragend - Die Einzelkritik

22:51 Uhr: Am S-Bahn-Halt Schlenk warten immer noch einige RWE-Fans auf die nächste S-Bahn der Linie S1 Richtung Essen. Für die Abreise hat die DB keine Züge umgeleitet und auch keine zusätzlichen Fahrzeuge geschickt. Die Sprecherinnen von Landes- und Bundespolizei haben weiterhin keine besonderen Vorkommnisse von der Abreise der Fanlager aus Duisburg-Wedau zu berichten. Die bislang einzige überlieferte gewalttätige Auseinandersetzung im Zugverkehr ereignete sich laut Dajana Burmann bei der Anreise: Im Mülheimer Hauptbahnhof sei es zu verbalen Provokationen gekommen, als ein Zug mit RWE-Fans an Bord in Mülheim Halt machte und auf einem Bahnsteig MSV-Anhänger standen. Aus dem Zug heraus sei dann eine Flasche hinaus auf die Duisburger geflogen. Es sei jedoch niemand verletzt worden, so Burmann.

22:08 Uhr: Das vorläufige Fazit der Bundespolizei fällt für ein Hochrisikospiel ebenfalls erfreulich kurz aus: „Bislang hatten wir keine Probleme“, sagt Sprecherin Dajana Burmann. Gleichwohl seien viele Fans auch noch auf dem Heimweg.

21:55 Uhr: Nach dem Abpfiff seien zwar „auch vereinzelt Fans aneinandergeraten“, berichtet Polizeisprecherin Grahl, „aber im Großen und Ganzen verlief auch die Abreise bislang ohne besondere Vorkommnisse.“ Die ersten beiden Züge mit Gästefans seien am S-Bahnhof Schlenk bereits Richtung Essen abgefahren. An den Bahnhöfen zwischen Duisburg Hauptbahnhof und Essen Hauptbahnhof soll nun die Bundespolizei die Fanszenen im Blick behalten.

21:07 Uhr: RWE-Noten: Engelmann und Ennali retten Rot-Weiss Essen im Derby

21:05 Uhr: Für die Polizei beginnt jetzt die wichtige Nachspielzeit: Sie wird wieder viele Gäste-Fans zum S-Bahnhof Schlenk begleiten, wo die Essener mit der S1 Richtung Dortmund fahren. „Bis jetzt war es anscheinend erfreulich friedlich“, bilanziert Polizeisprecherin Jacqueline Grahl.

21 Uhr: Auch RWE-Trainer Christoph Dabrowski war trotz der Aufholjagd nicht ganz zufrieden: "Wir haben kurz vor dem Ende die große Chance zum 3:2. Das wäre der Sieg gewesen, natürlich bin ich deshalb enttäuscht. Aber die Mannschaft hat in der 2. Halbzeit ein anderes Gesicht gezeigt. Das macht Mut."

20:55 Uhr: 2:2 endet ein spektakuläres Derby zwischen dem MSV Duisburg und Rot-Weiss Essen. MSV-Kapitän Moritz Stoppelkamp zeigte sich nach dem Spiel enttäuscht über die verspielte 2:0-Führung. "Fünf Minuten haben uns den Sieg gekostet. Wir haben super gekämpft, alles gegeben, waren da aber nicht konzentriert."

20:03 Uhr: Kurz nach dem Start der zweiten Halbzeit haben Fans von Rot-Weiss Essen massiv Pyrotechnik gezündet, Rauch zieht durch das ganze Stadion. Das Spiel wird nicht unterbrochen.

19:47 Uhr: Ex-MSV-Trainer Friedhelm Funkel sagt im Magenta-Interview: "Das ist eine unglaubliche Atmosphäre, die Stimmung ist großartig, das ist auf Bundesliga-Niveau.

19.45 Uhr: Halbzeit in Duisburg: Der MSV führt 1:0. Im Gästeblock bereiten sich RWE-Fans vor, gleich wohl massiv Pyrotechnik zu zünden.

19:25 Uhr: RWE-Fans provozieren wegen . Die Fans des MSV hatten vor dem Spiel einen Zebrafonds eingerichtet, der Personen Karten zukommen lassen sollte, die sich diese sonst nicht leisten können. Dadurch wollte man zudem mehr Essener im Stadion verhindern

19:05 Uhr: Polizeisprecherin Carolin Schlachzig: „Soweit wir das zurzeit überblicken können, ist der Einlass problemlos verlaufen. Aber nicht alle kommen pünktlich auf ihren Plätzen an.“

19:02 Uhr: Gästeblock füllt sich.

19:00 Uhr: MSV-Fans beeindrucken mit Choreo.

18.59 Uhr: Die Essener sind drin. Ein Polizist funkt: „alles problemlos“.

18:57 Uhr: Die Spieler laufen ein. Gänsehaut-Atmosphäre im Stadion!

18.55 Uhr: Die Gruppe ist nun am Gästeeingang angekommen, muss dort durch die Vereinzelungsanlage. Der Wasserwerfer der Polizei steht nicht weit entfernt.

18:42 Uhr: Im Stadion gibt es Gerüchte, dass die RWE-Fanszene den Block gleich stürmen will. Fakt ist: 500 Fans marschieren geschlossen und eskortiert von der Polizei über die Friedrich-Alfred-Allee zum Stadion. Sie werden nicht pünktlich zum Anpfiff auf ihren Plätzen sein.

18:34 Uhr: Noch ein Zug aus Essen ist angekommen. Die Polizei kündigt an, diese Fangruppen zum Stadion zu begleiten. Die Essener haben auf dem Bahnsteig Im Schlenk bereits Pyrotechnik gezündet und wollten diesen zunächst nur zögerlich verlassen. Nun kommt die Gruppe in Bewegung.

18:33 Uhr: Im Stadion wird gerade Zeugwart Manfred Piwonski nochmal emotional verabschiedet und MSV-Legende Ennatz Dietz steht auch auf dem Rasen. Piwonski wird zum ersten Ehrenzeugwart ernannt.

18:27 Uhr: Die Polizei hat die Kräftezahl an dem Haltepunkt gerade massiv erhöht. Der Grund dafür ist noch unklar. Unter anderem ist nun eine Beweis-und-Festnahme-Einheit angerückt.

18:25 Uhr: Auch der Gästeblock füllt sich in Duisburg.

18:23 Uhr: Gute Stimmung im Lager des MSV Duisburg.

18:13 Uhr: 18.10 Uhr: Gerade ist Zug aus Essen im Schlenk angekommen, in dem nach Informationen dieser Redaktion auch gewaltbereite Gruppierungen vermutet wurden. Es kommt zu Schmähgesängen und Beleidigungen aus der Menge.

18:02 Uhr: nach Informationen dieser Redaktion stecken hunderte RWE-Fans in der S1 am Essener Bahnhof fest. Weitere Infos dazu folgen.

17:52 Uhr: MSV Duisburg gegen Rot-Weiss Essen: Alle Infos zum Sportlichen gibt es hier.

17:45 Uhr: Die Teams beider Mannschaft sind im Stadion. Bald geht es in Duisburg los.

17:30 Uhr: Die Duisburger Polizeit twittert: "Die Verkehrslage ist rund ums Stadion angespannt. Die Empfehlung für alle Fans ist, auf den ÖPNV auszuweichen."

17:25 Uhr: Laut der Bundespolizei blieb es bisher auf den Bahnsteigen und in den Zügen im Umkreis ruhig.

17:20 Uhr: Fans des MSV Duisburg bereiten im Stadion eine Choreo vor.

17:15 Uhr: Die Polizei zieht einen jungen RWE-Fan heraus, nimmt seine Personalien auf. Ihm droht eine Anzeige wegen Beleidigung.

17:11 Uhr: Die Fans von Rot-Weiss Essen skandieren: „Scheiss MSV“

17:09 Uhr: Vor dem Stadion wird es immer voller. MSV-Fans stimmen vor dem Eingang der Nordtribüne Schmähgesänge gegen Rot-Weiss Essen an.

17:07 Uhr: Am Bahnsteig haben Essener nun den ersten Feuerwerkskörper gezündet.

17:04 Uhr: Wir haben mit MSV-Ikone Ennatz Dietz vor dem Stadion getroffen. Was er vor dem Derby MSV Duisburg gegen Rot-Weiss Essen zu sagen hat, lesen Sie hier.

17:03 Uhr: Am S-Bahnhof Schlenk sind Lautsprecher und Scheinwerfer aufgebaut. Berittene Polizei ist ebenfalls vor Ort.

17 Uhr: Jetzt sind auch Hunderte RWE-Fans vom Schlenk aus unterwegs ins Stadion. Fast alle sind rot gekleidet. Es gibt erste verbale Provokationen.

16:51 Uhr: Es ist schon viel los vor dem Stadion. Viele Menschen suchen noch Karten für das längst ausverkaufte Revierderby.<