MSV Duisburg

2:0 in Kiel - MSV Duisburg wahrt Chance auf Klassenerhalt

Tim Albutat (MSV Duisbur, l.) jubelt nach dem 2:0 mit Joseph-Claude Gyau.

Tim Albutat (MSV Duisbur, l.) jubelt nach dem 2:0 mit Joseph-Claude Gyau.

Foto: firo

Essen.  Der MSV gewinnt sein Auswärtsspiel bei Holstein Kiel. Rein rechnerisch wäre der Klassenerhalt Duisburgs in der 2. Liga wohl noch möglich.

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So schnell steigen die Zebras nun doch nicht ab: Fußball-Zweitligist MSV Duisburg überraschte am Sonntag mit einem 2:0 (0:0)-Erfolg bei Holstein Kiel und konnte damit den Absturz in die 3. Liga zumindest aufschieben. „Wir haben es nicht selbst in der Hand. Aber wir müssen weiter an das Wundere glauben“, sagte MSV-Mittelfeldspieler Moritz Stoppelkamp nach der Partie.

Situation ist für den MSV Duisburg bedrohlich

Die Situation für den MSV ist zwei Spiele vor dem Saisonende weiterhin bedrohlich. Die Chancen auf eine Rettung sind überschaubar. Der Rückstand auf den Relegationsrang, den der FC Ingolstadt einnimmt, beträgt vier Punkte. Hinzu kommt das schlechte Torverhältnis.

Am kommenden Sonntag trifft der MSV in seiner Arena auf den 1.FC Heidenheim, eine Woche später geht es zum Saisonfinale zum Hamburger SV. Konkurrent Ingolstadt hatte am Samstag 3:0 beim HSV gewonnen und damit den Druck auf den MSV massiv erhöht. Schon mit einem Remis wäre der Abstieg der Meidericher nahezu sicher gewesen.

Während der Anreise nach Kiel erhielten die Duisburger die Nachricht vom überraschenden Ergebnis aus Hamburg. „Es war totenstill im Bus“, berichtete Trainer Torsten Lieberknecht.

Der Coach, der fast genau ein Jahr zuvor mit Eintracht Braunschweig in Kiel abgestiegen war, impfte seinem Personal dann doch noch genügend Lebensmut ein. Und der 45-Jährige bewies ein glückliches Händchen. Der US-Amerikaner Joseph-Claude Gyau erhielt überraschend einen Startelfplatz.

Der Flügelspieler bedankte sich für das Vertrauen des Trainers auf seine Art. In der 55. Minute legte er ein starkes Solo hin und traf aus 16 Metern zur Duisburger Führung. „Joseph hatte sich zuletzt nach sein Einwechslungen stark präsentiert. Er hatte sich seinen Startelfeinsatz verdient“, erklärte Lieberknecht seine Entscheidung.

Holstein Kiel hätte mit einem Sieg über den MSV seine Chancen auf den Aufstieg wahren können. Die Störche kamen zwar zu einigen Chancen, agierten beim Abschluss aber nicht konsequent genug, zudem zeigte MSV-Torhüter Felix Wiedwald einmal mehr eine starke Leistung.

Der MSV Duisburg hätte im ersten Durchgang einen Handelfmeter erhalten müssen, der Pfiff von Schiedsrichter Christian Dietz blieb jedoch aus. Zudem vergab Moritz Stoppelkamp freistehend zur Führung. In der zweiten Halbzeit stellte sich der Mittelfeldspieler schlauer an und setzte bei einem Konter seinen Mitspieler Tim Albutat in Szene anstatt selbst zu schießen. Albutat traf so in der 68. Minute zum vorentscheidenden 0:2.

Die Duisburger wissen, dass im Endspurt nun selbst zwei Siege nun nicht reichen könnten, wenn die Konkurrenz gleichzeitig punkten sollte. „Der letzte Funke Hoffnung bleibt“, sagte Torsten Lieberknecht nach dem Erfolg in Kiel. In den nächsten Tagen will der Coach seine Mannschaft „weiter aufrichten“, um das Wunder vielleicht doch noch zu schaffen.

Die Spiele zum Nachlesen in den Live-Tickern:

Kiel - Duisburg 0:2
Darmstadt - Union 2:1
Regensburg - Aue 1:3
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