MSV Duisburg

MSV Duisburg: Niederlage gegen Mannheim bei Braune-Debüt

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Enttäuschung beim MSV Duisburg.

Enttäuschung beim MSV Duisburg.

Foto: firo

Duisburg.  Nach dem erfolgreichen Start ins Jahr 2023 will der MSV Duisburg am Montagabend nachlegen. Zu Gast ist der SV Waldhof Mannheim. Der Ticker.

Die Hinrunde endete für den Fußball-Drittligisten MSV Duisburg mit einer Enttäuschung. Die Zebras verloren am Montag ihr Heimspiel vor 10.582 Zuschauern gegen den SV Waldhof Mannheim mit 1:3 (1:1). Der MSV schließt die erste Saisonhälfte mit 25 Punkten auf dem elften Rang ab.

Trainer Torsten Ziegner wartete bei der Aufstellung mit einer faustdicken Überraschung auf. Im Tor stand Maximilian Braune, der in der Hierarchie der Meidericher Keeper die Nummer drei ist. Für den an der Schulter verletzten Stammtorhüter Vincent Müller hatte es dann doch nicht gereicht. Lukas Raeder, dessen Glanztaten aus dem Saarbrücken-Spiel vor dem Match am Montag noch einmal auf der Anzeigetafeln der Schauinslandreisen-Arena zu sehen waren, saß auf der Bank.

Braune feiert sein Profidebüt im MSV-Tor

Wie der MSV vor dem Anpfiff auf Nachfrage erklärte, war Raeder gesundheitlich nicht eingeschränkt. Der 19-Jährige Maximilian Braune feierte trotzdem sein Profidebüt. Torsten Ziegner sagte vor dem Anpfiff, es sei eine schwere Entscheidung gewesen. Braune präsentiere sich derzeit in Topform.

Mittelfeldspieler Marvin Bakalorz, der mit Rückenbeschwerden seit zwei Wochen außer Gefecht ist, stand noch nicht zur Verfügung. Vor dem Tor setzte Ziegner auf die Formation, die zuletzt in Saarbrücken erfolgreich gewesen war. Erneut agierte der MSV mit einer Mittelfeldraute. Moritz Stoppelkamp und Benjamin Girth bildeten die Doppelspitze.

Die Mannheimer, die sich am Montag-Vormittag auf der Platzanlage des A-Kreisligisten MTV Union Hamborn an der Warbruckstraße final auf das Duell mit den Zebras vorbereitet hatten, verbuchten die erste Chance in der zehnten Minute. Alexander Rossipal prüfte den jungen MSV-Keeper mit einem Freistoß aus 25 Metern. Braune faustete den Ball über die Latte.

Girth muss früh angeschlagen raus

Bitter für den MSV: Stürmer Benjamin Girth musste mit muskulären Problemen schon in der elften Minute das Handtuch werfen. Für ihn kam sieben Minuten später Chinedu Ekene ins Spiel. Die ohnehin schon dominierenden Gäste nutzten den Bruch im Duisburger Spiel und machten weiter Druck. In der 24. Minute ging der SV Waldhof in Führung. Dominik Martinovic düpierte MSV-Rechtsverteidiger Joshua Bitter und traf zum 0:1. Maximilian Braune war ohne Chance.

Die Gäste hatten sich gut auf die MSV-Raute vorbereitet. Sie zogen ihr Spiel in die Breite, die Zebras hatten so Probleme, Zugriff zu erhalten. Erst in der 40. Minute verbuchten die Gastgeber ihre erste Möglichkeit durch Kolja Pusch, der den Ball aus zwölf Metern neben das Tor setzte.

Mai bringt den MSV ran - Ärger um Bitter-Platzverweis

Das war eine Initialzündung für den MSV, der sich schon bald belohnte. Sebastian Mai erzielte in der 43. Minute in Anschluss an eine Ecke von Kolja Pusch mit einem wuchtigen Kopfball aus zehn Metern das 1:1. Caspar Jander hätte eine Minute später sogar das 2:1 nachlegen können, scheiterte jedoch aus kurzer Distanz an Torhüter Jan-Christoph Bartels. In der Nachspielzeit musste der MSV wieder einen Rückschlag hinnehmen. der bereits vorbelastete Joshua Bitter kassierte für ein vermeintliches Foul Gelb-Rot. Schiedsrichter Florian Exner lag hier falsch: Bitter hatte den Ball gespielt.

Nach der Pause kam Rolf Feltscher für Kolja Pusch, um die Vierer-Abwehrkette aufrecht zu erhalten.. Der neu sortierte MSV wurde kalt erwischt. Marlon Frey verlor den entscheidenden Zweikampf, Rolf Feltscher kam zu spät, und Adrien Lebeau traf aus spitzem Winkel zum 1:2 (47.).

Traumtor von Pledl bringt die Entscheidung

Zwei Minuten später hatte Niklas Kölle mit einem Distanzschuss das 2:2 auf dem Fuß, doch Julian Riedel rettete auf der Linie. In der 55. Minute legten die Mannheimer das 1:3 nach. Neuzugang Thomas Pledl, im Sommer noch Trainingsgast beim MSV gewesen, schlenzte den Ball vom Strafraumeck in den Winkel.

Der MSV fand in der Folgezeit kein Mittel mehr, dem Spiel noch eine Wende zu geben. Trainer Torsten Ziegner brachte noch drei frische Kräfte – erst Marvin Ajani und Jonas Michelbrink und später noch Aziz Bouhhadouz – Mannheim kontrollierte aber weiterhin das Geschehen und brachte die Führung souverän über die Runden. Die Waldhof-Buwe hatten zuvor in der Fremde erst zwei Punkte eingesammelt.

Der MSV startet nun am Samstag mit dem Heimspiel gegen den VfL Osnabrück (14 Uhr) in die Rückrunde.

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