MSV Duisburg

MSV Duisburg hofft auf zweite Überraschung gegen Köln

Im Oktober landete der MSV Duisburg in Köln einen Überraschungserfolg.

Im Oktober landete der MSV Duisburg in Köln einen Überraschungserfolg.

Foto: firo Sportphoto/Christopher Neundorf

Duisburg.   Der MSV Duisburg trifft am Sonntag in seiner Arena auf den 1. FC Köln. Für MSV-Trainer Torsten Lieberknecht schließt sich ein Kreis.

Für Torsten Lieberknecht schließt sich am Sonntag ein Kreis. Im Oktober debütierte er als Trainer des MSV Duisburg beim Auswärtsspiel beim 1. FC Köln und feierte mit einem 2:1-Sieg einen perfekten Einstieg. Nun kommen die Kölner zum Rückspiel an die Wedau. Spielbeginn ist um 13.30 Uhr. Der Coach denkt gerne an das Hinspiel zurück, sagt aber auch: „Seitdem hat sich viel verändert.“

Hinter Lieberknecht liegen intensive Monate. Mit Höhen und Tiefen. Verändert hat sich auch die Ausgangsposition. Beim Hinspiel reisten die Zebras als Tabellenletzter in die Domstadt, nun stehen sie auf dem Relegationsplatz mit einem Punkt Rückstand auf Platz 15. Lieberknecht hofft nun auf eine erneute Überraschung, FC-Trainer Markus Anfang setzt auf eine Revanche: „Natürlich haben wir das Hinspiel noch im Kopf. Duisburg ist für uns ein wichtiges Spiel. Wir wollen es unbedingt gewinnen.“

Beide Trainer haben personelle Probleme. Die Erkältungswelle bereitet beiden Übungsleitern Kopfschmerzen. Beim Spitzenreiter fällt Torjäger Simon Terodde erkrankt aus. Kapitän Jonas Hector fehlte am Freitag beim Training, während Rafael Czichos mit angezogener Handbremse mitmachte.

Lob für Albutat

Beim MSV Duisburg ist die Situation vor allem auf der linken Abwehrseite angespannt. Sowohl Kevin Wolze als auch Young-jae Seo lagen in dieser Woche flach. Der Coach gab sich vorsichtig optimistisch, dass es bei einem der beiden Kandidaten klappen könnte. Youngster Migel-Max Schmeling könnte im Ernstfall auch nicht helfen. Er ist zurzeit außen vor, da ihn die schulischen Verpflichtungen fordern. Lieberknecht: „Wir möchten, dass er das vernünftig über die Bühne bringt.“

Notfalls könnte Enis Hajri auf die linke Seite rücken und den Platz in der Innenverteidigung Vincent Gembalies überlassen.

Auch Mittelfeldspieler Moritz Stoppelkamp fällt für dass Spiel gegen den Spitzenreiter aus. Beim 32-Jährigen kam in den letzten Tagen einiges zusammen. Nicht nur, dass auch er sich eine Grippe eingefangen hat: Er hat sich zudem eine Zerrung an der Fußsohle zugezogen, wie der Coach mitteilte.

Um weitere Erkrankungen zu vermeiden, hatte Lieberknecht das Nachmittagstraining am Donnerstag ausfallen lassen. Der 45-Jährige will es mit den Vorsichtsmaßnahmen aber auch nicht übertreiben: „Wir laufen trotz Grippe nicht in Schutzanzügen herum.“

Mittelfeldspieler Lukas Fröde kehrt nach Ablauf seiner Sperre in den Kader zurück. Tim Albutat hatte Fröde in den letzten zwei Spielen gut vertreten und spielt auch für das Match gegen den FC in den Planungen eine wichtige Rolle. „Es gibt keinen Grund, ihn herauszunehmen“, sagte Lieberknecht am Freitag. Denkbar ist, dass der Coach von seinem zuletzt etablierten 4-1-4-1-System abrückt und der geballten Kölner Offensivkraft eine Doppel-Sechs mit Albutat und Fröde entgegenstellt.

Noch 4500 Karten erhältlich

Bis zum Freitag hatte der MSV Duisburg 22.500 Eintrittskarten verkauft. 4500 Tickets sind noch an der Tageskasse erhältlich. Der MSV hatte das Kontingent für die Gästefans zuletzt auf 5200 Karten erhöht. Für Kölner Anhänger gibt es am Spieltag keine weiteren Karten mehr.

Der MSV hat derweil die Lizenzunterlagen für die kommende Saison für die 2. Bundesliga und die 3. Liga bei der DFL und beim DFB eingereicht. Wenig überraschend: Die Zweitliga-Variante bereitet den Verantwortlichen keine schlaflosen Nächte. Um die Genehmigung für die 3. Liga zu erhalten, wäre hingegen noch ein Kraftakt erforderlich.

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