MSV Duisburg

MSV Duisburg muss nun gegen die stärkeren Gegner nachlegen

Tim Albutat (links) – hier gegen Christian Beck – war am Freitag erstmals in dieser Saison über die volle Distanz für den MSV Duisburg im Einsatz.

Tim Albutat (links) – hier gegen Christian Beck – war am Freitag erstmals in dieser Saison über die volle Distanz für den MSV Duisburg im Einsatz.

Foto: Imago/Christian Schroedter

Duisburg.   Nach dem Sieg gegen Magdeburg müssen der MSV Duisburg nachlegen, um den Anschluss zu halten. Den Trainer plagen neue personelle Sorgen.

Am Mittwoch beginnt die Fastenzeit, Fußball-Zweitligist MSV Duisburg will und darf sich aber für die nächsten 40 Tage keine Diät verordnen und darf sich nicht im Zurückhaltung üben. Im Gegenteil: Nach dem 1:0-Sieg über den 1.FC Magdeburg müssen die Zebras weiter mit Appetit zubeißen, wollen sie im Abstiegskampf weiter Schritt halten.

MSV-Trainer Torsten Lieberknecht sprach nach dem Erfolg über Magdeburg von einem „Sieg, der viel freigesetzt hat“. Erleichterung, neue Energie, neuen Mut. Von allem ein bisschen. Der 45-Jährige scheute sich davor, nach dem 0:0 in Aue und dem 1:0-Erfolg über den FCM von einer Wende zu sprechen. Trotzdem: Das Pendel schlägt im Moment in die richtige Richtung aus. Lieberknecht: „Fakt ist, wir haben in Aue zu null gespielt, wir haben jetzt zu null gespielt. Und wir haben uns das auch verdient. Weil wir beharrlich geblieben sind und das auch weiter bleiben wollen.“

Es wäre jetzt auch fatal, nachzulassen. Der MSV muss weiter punkten, auch wenn es die nächsten drei Gegner in sich haben. Am Samstag geht’s zu den zuletzt zweimal siegreichen Regensburgern, dann kommt Spitzenreiter 1. FC Köln an die Wedau und nach der Länderspielpause gastiert der MSV auf dem Kiez beim ambitionierten FC St. Pauli.

Auch Iljutcenko ist angeschlagen

Lieberknecht, der nach seinem Amtsantritt in Duisburg im Oktober erst einmal in Köln die drei Punkte einsackte, setzt darauf, dass die Liga weiter unberechenbar bleibt. „Gegen Magdeburg ging es eng zu, gegen Regensburg wird das auch so sein“, so Lieberknecht.

Den Coach plagen vor dem nächsten Spiel alte und neue Verletzungssorgen. Dustin Bomheuer, der gegen Magdeburg wegen muskulärer Probleme ausfiel, wird heute noch nicht ins Training einsteigen können. Wie Bomheuer unterzog sich auch Stürmer Stanislav Iljutcenko einer MRT-Untersuchung, weil es in den letzten Tagen auch bei ihm zwickte. Wie bei Bomheuer gab es auch bei „Stana“ keinen Befund. Ob er heute im Kreise der Mannschaft trainieren kann, wird sich kurzfristig entscheiden.

Albutat mit 101 Ballkontakten

Die weiteren Verletzten sind noch langfristig raus. Lukas Fröde muss noch einmal gesperrt aussetzen. Seinen Part im defensiven Mittelfeld übernahm Tim Albutat gegen Magdeburg und lieferte dabei eine saubere Leistung ab. Der 26-Jährige verbuchte 101 Ballkontakte und liegt damit in der internen Statistik mit großem Abstand vorne.

Dem früheren Freiburger erging es in dieser Saison wie dem Siegtorschützen Enis Hajri. In der ersten Phase spielte er keine Rolle, erst nach dem Trainerwechsel kam Albutat zu Einsätzen. Gegen Magdeburg durfte er zum ersten Mal über die volle Distanz gehen. „Dafür ist man Fußballer. Dass man wieder von Anfang spielen und dann direkt zu so einem Sieg seinen Teil beitragen kann. Ich bin froh, dass wir als Mannschaft so gut aufgetreten sind und es mir dadurch auch leicht gemacht wurde“, blickt Albutat zufrieden auf sein 90-Minuten-Debüt zurück.

Youngster im Blickfeld

Angesichts der angespannten Personallage sind auch weiterhin die drei U-19-Spieler für Torsten Lieberknecht interessant. Am Samstag nahm der Trainer Vincent Gembalies, Migel-Max Schmeling und Jan-Niklas Pia an der Westender Straße bei der 0:1-Niederlage gegen den FC Schalke 04 unter die Lupe.

Abwehrspieler Gembalies hatte am Vorabend erstmals auf der Profibank gesessen und war von einem Debüt gar nicht so weit entfernt. Als Enis Hajri mit seiner Platzwunde vom Platz musste, lief sich Gembalies vorsorglich warm. Seine Kollegen Schmeling und Pia saßen ebenfalls schon auf der Bank. Auf den ersten Profi-Einsatz warten alle drei Youngster noch. Lieberknecht betonte zuletzt mehrfach, dass er die jungen Spieler „nicht verheizen“ wolle.

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