MSV Duisburg

MSV Duisburg schlägt in der Corona-Krise Alarm

MSV-Präsident Ingo Wald.

MSV-Präsident Ingo Wald.

Foto: Fabian Strauch / Funke Foto Services

Duisburg.  Hat der MSV Duisburg existenzbedrohende finanzielle Probleme? Präsident Ingo Wald sagt, die Lage sei „vielleicht noch ernster als 2013".

Ingo Wald wählt alarmierende Worte. „Wir sind in einer sehr, sehr ernsten Situation“, teilt der Präsident des MSV Duisburg auf der Homepage des Vereins mit. Die Lage sei „vielleicht noch ernster, als sie 2013 war“. Damals war dem Klub wegen des fehlenden Nachweises der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit die Lizenz für die 2. Bundesliga verweigert worden – es folgte ein Zwangsabstieg. Die Corona-Krise und und ihre Auswirkungen seien „heftiger als 2013“, teilte der Fußball-Drittligist nun deutlich mit.

Deshalb bittet Wald die MSV-Fans um Unterstützung. „Die Sicherung der Liquidität ist aktuell die größte Herausforderung von vielen, vor der wir stehen“, erklärt er. „Wir sind auf wirklich jeden Cent angewiesen.“

Käufer von Tageskarten könnten entscheiden, ob sie ihr Geld erstattet haben wollen oder verzichten. Für Dauerkarten-Inhaber plane der Klub „eine feine, kleine Gegenleistung“.

„Uns ist aber auch sehr wichtig zu betonen, dass wir volles Verständnis für alle die haben, die es sich in diesen schweren Zeiten nicht erlauben können, auf Geld zu verzichten“, sagt Wald.

DFB hat noch keine Klarheit geschaffen

Wie es in der 3. Liga weitergeht, ist nach wie vor offen. Die Vereine hatten über eine Fortführung der Saison abgestimmt. Zehn Vereine sprachen sich dafür aus, acht dagegen. Der 1. FC Kaiserslautern und der SV Meppen enthielten sich. Der DFB wertet das knappe Ergebnis als Votum der Liga – eine Entscheidung ist aber bislang nicht gefallen. Auch in der Frauen-Bundesliga ist die Lage noch unklar. Auch die Duisburgerinnen wissen also nicht, ob sie in dieser Saison wieder spielen werden.

Der MSV bereitet sich dennoch intensiv auf einen mögliche Wiederaufnahme des Spielbetriebs vor. Die Teams müssten eine Woche vor dem Punktspiel-Start in ein Quarantäne-Hotel. „Wir prüfen die Möglichkeiten in Duisburg und werden auf alles vorbereitet sein“, sagt Sportdirektor Ivica Grlic. Wenn zwei Corona-Tests bei allen Spielern, Spielerinnen und dem Betreuerstab negativ ausfallen, dürfen die Teams – in Abstimmung mit dem Gesundheitsamt – ins Mannschaftstraining einsteigen.

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